Boris Zatko wurde 1973 in Basel geboren und lebt heute mit seiner Familie in der Nähe der Rheinstadt auf dem Land.
Mit sieben Jahren entschied er sich, in seinem Leben nichts anderes zu tun, als Geschichten zu erzählen, sei es in geschriebener oder gezeichneter Form.
2oo6 erschien - damals noch im Eigenverlag über Books on Demand - der erste Teil der Anna Fink-Trilogie.
Nachdem er für das Buch 2oo7 den BoD-Autoren-Award gewonnen hat, wurde der Baumhaus-Verlag auf die Geschichte aufmerksam und nahm Anna ins Programm.
Teil 2 der Trilogie erscheint im Herbst unter dem Titel »Der Vogel der Welten«. Der dritte Band ist für 2o11 geplant.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Website des Autors www.annafink.com.
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Was magst Du besonders am Beruf des Schriftstellers und was gefällt Dir weniger gut?
Ich bin und war schon immer ein sehr freiheitsliebender Mensch, der seine Träume leben will. Und beim Geschichten erzählen kann ich diese Freiheit vollkommen ausnutzen, denn alles, was ich mir ausdenke, wird dadurch zumindest ein bisschen zu meiner Wirklichkeit. Ich bin dabei oftmals alleine, was sicherlich viele als unangenehm empfinden könnten, allerdings bin ich gerne nur mit mir zusammen, als Einzelkind fällt mir das nicht schwer.
Und bis jetzt gefällt mir alles sehr gut, und wenn mal was Negatives passiert, nehme ich es als Erfahrung, die mich weiter bringt. Das klingt alles furchtbar wunderbar, ich weiß, aber was soll’s!
Wo bzw. wann kommen Dir die besten Ideen? Gibt es eine bestimmte Tageszeit, zu der Du am liebsten schreibst?
Immer und überall, um es ganz einfach zu sagen. Ich gebe mir auch reichlich Mühe, dem Klischee des Schriftstellers gerecht zu werden und treibe mich oft in Cafés herum, mit meinen Skizzen- und Notizheften unter dem Arm.
Was die Ideen angeht, so möchte ich nicht wissen, woher sie kommen, wahrscheinlich aus Angst, dass, wenn ich es wüsste, mir nichts mehr einfallen würde. Ich vertraue meiner unterbewussten Kreativität, damit bin ich bis jetzt am besten gefahren.
Was findet man immer auf Deinem Schreibtisch? Arbeitest Du direkt am PC oder schreibst Du per Hand vor?
Auf meinem Schreibtisch findet sich das Übliche: zunächst eine große Unordnung, dann Zeichenutensilien, Skizzenblöcke, Notizhefte, Computer, Telefon, eine riesige Lampe, eine aufmunternde Kaffeemaschine, eine immer volle Wasserflasche, aus der ich nie trinke, obwohl ich es mir immer vornehme, etwas zum Knabbern und viele, viele DVDs mit Comedy drauf, weil ich beim Arbeiten keine Musik höre sondern den lustigsten Leuten des Planeten zuhöre.
Gibt es eine Figur in Deinen Romanen, die Dir besonders am Herzen liegt?
Bei der Anna Fink sicher die Selma Buddel, weil sie so schön schnodderig ist. Allerdings tritt im dritten Band eine Figur auf, die mir im Gesamten wohl am besten gefallen wird, so, wie sie bis jetzt angelegt ist. Aber mehr werde ich zu dieser Figur nicht verraten, weil es noch zu früh dafür ist.
Woran arbeitest Du gerade?
Ich befinde mich in den letzten Zügen zur Anna Fink Fortsetzung „Der Vogel der Welten“. Danach geht es übergangslos an den dritten Teil, und später im Jahr werde ich dann noch meine Comic-Adaption von „Das Wirtshaus im Spessart“ zeichnen. Aber parallel zu all den Projekten plane ich bereits die nächste Roman-Serie, von der ich mir viel verspreche, weil mir die Idee unheimlich gut gefällt, da sie absolut meinem Naturell entspricht. Sprich: das Ganze wird sehr schräg! Wenn alles gut läuft, wird es im Herbst 2011 losgehen. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf meiner Internet-Seite und an anderen Orten die Neugierigen auf dem Laufenden halten werde. Man darf also gespannt sein.
An welches Buch erinnerst Du Dich spontan, wenn Du an Deine Kindheit denkst?
Puh! Als Kind habe ich keine Bücher gelesen, obwohl ich damals schon Schriftsteller werden wollte. Klingt seltsam, ich weiß, aber das Leben ist nun mal so. Trotzdem möchte ich die Antwort nicht schuldig sein, darum … hm … ah, ja, die Brüder Löwenherz von der guten alten Astrid. Da drin gibt es alles, was das Geschichten-Herz höher schlagen lässt.
Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?
New World 2: Das dunkle Paradies von Patrick Ness. Hat mir gut gefallen, obwohl auch der zweite Band einen fiesen Cliffhanger hat, was ich eigentlich überhaupt nicht mag. Aber der Kerl beschreibt die Gefühlswelt der Charaktere dermaßen greifbar, dass ich da einfach hinwegsehen muss.
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Lieber Boris, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg mit Deinen kommenden Projekten!