Hornby, Nick – About a boy

Originaltitel: About a boy

Kurzbeschreibung
Kinder sind so ungefähr das letzte, was sich Will Freeman, 36 Jahre alt und überzeugter Single, wünscht. Er lebt bequem von den Tantiemen eines Weihnachtsliedes, das sein Vater 1938 komponiert hat. Eines Tages führt ihn das Schicksal mit dem 12jährigen Marcus zusammen, der gerade ziemliche Probleme hat und unter der Trennung seiner Eltern leidet. Ein humorvoller Roman über Singles, Väter, Mütter und Kinder.

libromanie-Rezension
Will ist Mitte Dreißig, lebt in London und hat keine anderen Sorgen, als sich zu überlegen, wie er seinen ständig wechselnden Liebschaften möglichst schonend das Herz brechen kann. Bald kommt er auf die Idee, sich nur noch auf alleinerziehende Mütter einzulassen. Leichte Beute, wie er meint, da diese liebesbedürftig wären und eine Trennung ohne Probleme verliefe. So erfindet Will flugs einen imaginären Sohn und schließt sich einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende an, um sich dort auf die Pirsch zu machen. Statt an eine willige Frau gerät er jedoch an den 12jährigen Außenseiter Marcus, der weder Turnschuhe noch einen ordentlichen Haarschnitt trägt, Kurt Cobain nicht kennt und manchmal mitten im Unterricht anfängt zu singen, ohne es zu merken.
Nach anfänglichen Streitigkeiten entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden, bis Marcus irgendwann sogar Will‘s Sohn spielen soll. Als Will sich dann auch noch zum ersten Mal ehrlich verliebt, scheint das Chaos perfekt…

Der britische Kultautor Nick Hornby stellt in About a boy auf einfühlsame Art und Weise dar, wie ein Junge, der viel zu früh erwachsen werden musste, wieder lernt, Kind zu sein und ein Mann endlich erfährt, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Indem die beiden extremen Charaktere zueinander finden, finden sie gleichzeitig zu sich selbst.
Neben diesem gefühlvollen Aspekt und schrecklich dramatischen und traurigen Elementen, bietet der Roman auch außerordentlich komische Momente, z.B. wenn Will einen Kindersitz für sein Auto kauft und diesen mit Schokolade und Keksen beschmiert, um seine Glaubhaftigkeit zu wahren.
Hornbys Sprache ist flüssig und angenehm zu lesen, seine Charaktere authentisch und sympathisch.

FAZIT: Liebe, Witz und Ernst des Lebens in einem wunderbar unterhaltenden Roman verpackt.

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2 Comments

  • 8. August 2007 - 12:58 | Permalink

    Oh, ein sehr geniales Buch! Ein bisschen schräg und auch noch lesenswert, wenn man bereits den Film kennt. Meiner Meinung nach ist Hugh Grant einfach die Idealbesetzung für Will.

  • 8. August 2007 - 22:50 | Permalink

    Ich mag auch sowohl Buch als auch Film sehr gerne. Eigentlich ein Wunder, denn die meisten Verfilmungen gefallen mir eher selten. ;)
    Die Besetzung des Films ist auf jeden Fall sehr passend. Habe mir die DVD letztes Jahr zu Weihnachten gewünscht und seitdem etliche Male gesehen. Und ich lache am Schluss immer noch Tränen. :lol:

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