Nuyen, Jenny-Mai – Nijura. Das Erbe der Elfenkrone

Kurzbeschreibung
Ein unglaubliches Vergehen erschüttert den Frieden der Welt: Elrysjar, die magische Halbkrone der Moorelfen, wird von einem machtbesessenen Menschen gestohlen. Er schwingt sich auf zum neuen König über die Marschen von Korr und rüstet eine Armee Grauer Krieger, um die Welt mit seiner Schreckensherrschaft zu überziehen. Nur eine Waffe kann das Elfenvolk retten – das magische Messer, das Königssymbol der Freien Elfen. Das Messer braucht eine Trägerin. Alle Hoffnungen ruhen auf der jungen Halbelfe Nill. Sie ist die Auserwählte – sie ist Nijura. Gemeinsam mit ihren Gefährten, dem Menschenjungen Scapa und dem Elfenprinz Kaveh, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise zum Turm des neuen Königs…

libromanie-Rezension
Jenny-Mai Nuyen hat mit ihrem Debüt-Roman eine emotionale und dichte Fantasy-Geschichte über den Kampf um Macht, aber vor allem über Freundschaft und Liebe geschrieben, die mir schon nach wenigen Kapiteln Lust auf weitere Bücher der jungen Autorin machte.

Der Klappentext lenkt die Erwartungen allerdings in eine etwas andere Richtung, als es zunächst tatsächlich geht. So begibt man sich nach einer kurzen Schilderung der Machtübernahme des neuen Königs erst einmal nach Kesselstadt, wo man die beiden Kinder Scapa und Arane kennen lernt, die sich mit Diebstählen über Wasser halten und die Eroberung des ‘Fuchsbaus’ planen. Erst im zweiten Teil des Buches wird Nill eingeführt, das Mädchen, dem das Messer und damit die schwierige Aufgabe zufallen, das Elfenvolk zu befreien.

Mit der Zeit laufen die beiden Handlungsstränge zusammen, anfängliche Rätsel werden nach und nach aufgeklärt bis es letztlich zum großen Finale kommt, bei dem jedoch die eine oder andere Frage offen bleibt. In mancher Hinsicht ist dies positiv, in anderen Punkten wäre eine abschließende Klärung hingegen wünschenswert gewesen. Auch stolpert man im Laufe der Geschichte manches Mal über kleinere Ungereimtheiten, weil diverse Dinge etwas zu einfach erscheinen.

Entschädigt wird man allerdings durch die wundervolle Sprache der Autorin. Bereits der erste Satz klingt fast schon poetisch. Wunderbar bildhafte und atmosphärische Beschreibungen versetzen den Leser mitten ins Geschehen. Man wandert mit Nill und ihren Gefährten durch die düsteren Marschen, tanzt mit den Elfen am Lagerfeuer und streift mit Scapa und Arane durch die engen Gassen von Kesselstadt.
Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, haben wohlklingende, passende Namen und sind größtenteils sympathisch, so dass sie dem Leser schnell ans Herz wachsen. Lediglich einer wichtigen Figur fehlen deutlichere Hintergründe für ihr Handeln, was das Lesevergnügen allerdings nur geringfügig schmälert.

Ein besonderes Lob verdient die tolle Aufmachung des Buches. Neben dem wunderschönen Einband ist es vor allem die selbst gezeichnete Landkarte der Autorin, die das Leserherz höher schlagen lässt.

FAZIT: Ein phantasievolles Buch mit vielen neuen Ideen, das ich gerne gelesen und schon weiterempfohlen habe.

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