Parkhurst, Carolyn – Nenn es Himmel

Originaltitel: Dogs of Babel | Website der Autorin

Kurzbeschreibung
Sie sind füreinander die ganz große Liebe ihres Lebens – Paul und Lexy. Für Paul bricht deshalb eine Welt zusammen, als Lexy eines Tages tot im Garten aufgefunden wird, herabgestürzt von einem Apfelbaum. War es ein Unfall? Oder hat sich die traumtänzerische Lexy in einer Anwandlung von abgrundtiefer Traurigkeit das Leben genommen? Verzweifelt sucht Paul nach Anhaltspunkten, um die Wahrheit über diesen mysteriösen Tod herauszufinden – und erkennt, dass er Lexy erst verlieren musste, um zu begreifen, wer sie wirklich gewesen ist.

libromanie-Rezension
Als die junge Lexy tot im Garten ihres gemeinsamen Grundstücks aufgefunden wird, bricht für ihren Ehemann Paul eine Welt zusammen. Während die Polizei Lexy’s Sturz vom Apfelbaum für einen Unfall hält, stößt Paul auf Ungereimtheiten, die ihn zweifeln lassen. Ist es möglich, dass seine große Liebe sich das Leben genommen hat?

Um die Hintergründe ihres mysteriösen Todes zu erforschen, reist der Leser zusammen mit Paul in die Vergangenheit, lernt Lexy näher kennen und erfährt nach und nach, was letztlich zu ihrem früher Tod geführt hat. 
Dass Paul in seiner Verzweiflung versucht, dem gemeinsamen Hund Lorelei (der einzigen Zeugin des Todesfalls) das Sprechen beizubringen, ist beim Lesen nicht so absurd, wie es auf den ersten Blick erscheint. Nicht nur Hundeliebhaber werden dieses Experiment mit Spannung verfolgen, zumal die Folgen einem Tränen in die Augen treiben.

Carolyn Parkhurst gelingt es in ihrem Debüt nicht nur, große Gefühle ohne Kitsch in stimmiger Sprache voller wunderschöner Symbole zu verpacken, sondern ist eine der ganz wenigen Schriftstellerinnen, die es hervorragend schafft, glaubwürdig aus der Perspektive eines Mannes zu schreiben. Schnell fühlt man sich mit ihren klar und real gezeichneten Charakteren verbunden, leidet mit Paul und dringt immer tiefer in die verworrene Seele seiner toten Frau.

FAZIT: Ein wunderschöner, tieftrauriger Roman (für Mann und Frau gleichermaßen) über die schlimme Erkenntnis, dass man den Menschen, den man liebt, nicht unbedingt kennen muss. Und über die Beziehung zwischen Mensch und Hund.

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