Adams, Jessica – I’m a believer

Originaltitel: I’m a Believer | Website der Autorin

Kurzbeschreibung
Mark ist ein ganz und gar rationaler Typ. Er würde eher ein Buch von Stephen Hawking als ein Horoskop lesen. Der Mathelehrer aus London glaubt nur an das, was man wissenschaftlich beweisen kann. Und natürlich nicht an ein Leben nach dem Tod – auch nicht, als seine Freundin Catherine bei einem Autounfall stirbt. Doch ein paar Tage später steht sie morgens neben seinem Bett und spricht mit ihm. Marks Weltbild gerät ins Wanken. Vor allem, als Catherine sich entschließt, ihm eine neue Liebe zu schenken…

libromanie-Rezension
Als seine langjährige Freundin Catherine ihm nach ihrem plötzlichen Unfalltod in den unmöglichsten Situationen einen Besuch abstattet und versucht, ihn zu verkuppeln, muss Mark seine von Grund auf rationale Lebenseinstellung wohl oder übel noch einmal überdenken…

Leider wurde die Autorin, die vom Daily Telegraph mit Nick Hornby und Helen Fielding in einem Atemzug genannt wurde, meinen Erwartungen keineswegs gerecht. Was ich mir als gefühlvolle und unterhaltsame Geschichte gedacht hatte, entpuppte sich als mein persönlicher Flop des Jahres 2005 – trotz interessanter Idee und angenehmen Schreibstils der Autorin.
Jessica Adams gelingt es, wie so vielen Autorinnen, nicht, eine Geschichte glaubwürdig aus der Sicht eines Mannes zu schildern. Schon von der ersten Seite an war mir ihr Protagonist schlichtweg unsympathisch. Noch vor Catherine‘s Beerdigung ist Mark schon wieder auf Beutefang. Völlig gefühllos. Wie auch schon während der Beziehung, als er seine Freundin am laufenden Band (sogar mit ihrer Schwester) betrogen hat.
In Anbetracht ihrer klischeebeladenen Charaktere ist es umso erstaunlicher, wie viel Einfallsreichtum die Autorin wiederum an anderen Stellen an den Tag legt. So kann Catherine zum Beispiel nicht immer zu Mark durchdringen, da dieser zu viel Fleisch isst und die Angst der sterbenden Tiere seine Aura blockiert. Von dieser Stelle an kam ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus – ob nun aufgrund weiterer abstruser Ideen oder unbegreiflicher Logikfehler.

FAZIT: Gute Idee schlecht umgesetzt. Hier wurde leider zu viel verschenkt.

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