Ahern, Cecelia – Für immer vielleicht

Originaltitel: Rosie Dunne | Website der Autorin

Kurzbeschreibung
Alex und Rosie kennen sich, seit sie fünf Jahre alt sind. Alex muss kurz vor dem Abi mit seinen Eltern von Irland nach Amerika ziehen. Rosie will nachkommen und Hotelmanagement studieren, doch dann wird sie schwanger. Und das nicht von Alex. Sie zieht ihre Tochter allein groß, Alex heiratet eine Amerikanerin. Erst nach Jahren ist er wieder solo – doch inzwischen ist auch Rosie verheiratet.
In all den Jahren bleiben Alex und Rosie in Kontakt. Nicht nur mit Briefen, auch mit E-Mails, Chatnachrichten, SMS und allem anderen, was man sich heutzutage so schreiben kann. Doch es ist wie verhext: Rosie und Alex sind einfach wie die Königskinder…

libromanie-Rezension
Rosie und Alex sind seit ihrem sechsten Lebensjahr die besten Freunde, haben gemeinsame Pläne. Doch dann zieht Alex mit seinen Eltern nach Boston. Nach der Schule möchte Rosie ihm folgen, aber kaum hat sie ihren Abschluss in der Tasche, wird sie ungewollt schwanger. Während Alex in Amerika studiert und das Leben führt, das Rosie nun vergönnt ist, muss diese ihre Tochter aufziehen. Dennoch bleiben die beiden in Kontakt, kommunizieren durch Briefe, emails und Chats, erzählen sich von ihrem Leben, neuen Freunden und Partnern. Und immerzu steht die Frage zwischen ihnen: Sind sie „nur Freunde“ oder mehr?

Wäre dies Cecelia Aherns Debüt gewesen, so hätte ich mir zweimal überlegt, ein weiteres Buch von ihr zu lesen. Die Geschichte an sich ist nett. Stellenweise ist der Ton melancholisch, andere Szenen wiederum ließen mich schmunzeln. Doch während man in P.S. Ich liebe dich mit der Protagonistin eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebte, schafft Cecelia Ahern es diesmal leider nicht, große Emotionen zu wecken. Der Grund dafür sind die viel zu großen Zeitsprünge. Auf der einen Seite ist Rosie noch sechs Jahre alt, ein paar Seiten weiter schon Mitte zwanzig. Was in der Zwischenzeit passiert, erfährt man kaum. Die Charaktere altern, ohne sich zu entwickeln. Hierdurch wird dem Leser die Möglichkeit genommen, mit ihnen zu wachsen und einen engeren Bezug zu ihnen aufzubauen.

Zudem ist die Geschichte insgesamt zu konstruiert: Das Timing von Rosie und Alex ist einfach unglaublich schlecht, es gibt zu viele Zufälle und Missverständnisse. Letztlich wird die Handlung bloß unnötig in die Länge gezogen, denn das Ende ist kaum noch überraschend.

Die Idee, die Geschichte ausschließlich in Form von emails, Briefen, SMS, Notizen und Chat-Protokollen wiederzugeben, ist zwar nicht neu, aber eine gelungene Abwechslung. Stellenweise ist jedoch nicht immer sofort klar, von wem bzw. von wann gerade welche Notiz ist. Auch ist es etwas verwunderlich, dass die Protagonisten bereits vor 30 Jahren regelmäßig per email kommunizieren konnten.

FAZIT: Eine kurzweilige Geschichte, die unterhält, aber den Leser leider nicht derart zu fesseln vermag wie Aherns Debüt.

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One Response to Ahern, Cecelia – Für immer vielleicht

  1. Bea sagt:

    Ich finde, das ist eine schöne Liebesgeschichte. Nicht so gut wie P.S. Ich liebe dich, aber doch schön. Ich schließe mich Deinem Fazit an.

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