Originaltitel: Ash Wednesday
Kurzbeschreibung
Es fängt an mit einem Ende. Ein Mann verlässt eine Frau. Urplötzlich will Jimmy einfach nicht mehr. In einer Krankenhauscafeteria in Albany, Upstate New York, verkündet er der völlig überraschten Christy, es sei aus, ohne jedoch zu ahnen, dass ihrer beider Geschichte damit erst wirklich losgeht. Christy, zutiefst verunsichert, macht sich auf den Weg zu ihrer Familie in Texas. Jimmy, der seinen Entschluss sofort bereut, nimmt in seinem uralten Straßenschlitten die Verfolgung auf und fängt Christy auf dem verschneiten Parkplatz einer Greyhound-Station ab. Sein mit aller Verve vorgebrachter Heiratsantrag wirft Christy kurzzeitig aus der Bahn, zumal sie schwanger ist, was Jimmy erst später erfährt. Heiraten heißt auch Abschied nehmen von manchen Träumen, und so wird ihre gemeinsame Fahrt nach Houston zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, die sie mit den verborgenen Quellen ihrer Ängste, Leidenschaften und Hoffnungen konfrontiert.
libromanie-Rezension
Jimmy, Ende 20, kommt mit dem Selbstmord seines Vaters einfach nicht zurecht. Er fühlt sich als Versager und beweist sich durch eine Affäre nach der anderen. Einzig für die selbstbewusste Christy scheint er wahre Gefühle zu hegen, doch die Beziehung steht unter keinem guten Stern. Nachdem er sich zunächst wieder von ihr getrennt hat, erkennt er schnell seinen Fehler und macht Christy einen Heiratsantrag, welchen diese völlig überstürzt annimmt, weil sie schwanger ist.
Viel zu schnell müssen die beiden jungen Menschen nun feststellen, dass Liebe allein leider nicht ausreicht, um glücklich ein gemeinsames Leben führen zu können. Damit ihre Ehe eine Chance hat, müssen sie nicht nur den jeweils anderen besser kennenlernen, sondern sich auch mit sich selbst, ihrer Vergangenheit und ihren Wünschen auseinandersetzen und vor allem ihre Fehler akzeptieren. Denn als Christy das Kind fast verliert, stehen die Beiden nahezu vor dem
Aus …
Ethan Hawke schreibt in gefühlvoller, mitreißender Sprache. Seine Charaktere sind so lebendig und glaubhaft gezeichnet, dass man gar nicht anders kann, als mit ihnen mitzufiebern und ihnen zu wünschen, dass alles gut ausgeht.
Abwechselnd schreibt der Autor mal aus Jimmys, mal aus Christys Perspektive, so dass man als Leser die Möglichkeit hat, beide Seiten zu sehen, denn nicht selten beurteilen die Beiden eine Situation völlig unterschiedlich.
Ethan Hawkes Debüt Hin und weg war schon gut, wenngleich ich mir von der Geschichte ein wenig mehr erwartet hätte. Mit Aschermittwoch hingegen hat der Schauspieler und Autor nun einen wesentlich reiferen, abgerundeteren Roman geschrieben, der im Vergleich zu seinem Erstling eine deutliche Steigerung darstellt. Ihm ist es gelungen, eine wunderschöne, spannende (Liebes-)Geschichte zu schreiben, ohne Kitsch und Klischees, die Mann und Frau gleichermaßen anspricht.
Bewertung: ![]()
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