Schreiber, Claudia – Emmas Glück

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Kurzbeschreibung
Ein Unfall führt sie zusammen: Emma, die allein und hoch verschuldet auf ihrem Bauernhof lebt, findet eines Nachts in einem schrottreifen Ferrari das, was ihr im Leben fehlte: einen Sack voll Geld und einen Mann. Der junge, aber todkranke Städter Max wollte eigentlich nach Mexiko verschwinden, als seine rasante Fahrt an einem Baum ihr abruptes Ende fand. Und nach einer Weile gesellt sich das Glück zu den beiden, wenn auch auf recht ungewöhnliche Weise …

libromanie-Rezension
Die eigenwillige, grobschlächtige Bäuerin Emma lebt allein und hoch verschuldet auf ihrem Bauernhof in „Hessisch-Sibirien“. Einzige Vertraute sind ihre Mastschweine und der Dorfpolizist, dessen Qualitäten als Liebhaber selbst von einem alten Moped übertroffen werden. Eines Nachts jedoch scheinen Emmas Gebete erhört, denn es tritt endlich ein richtiger Mann in ihr Leben, der zu allem Überfluss auch noch einen Sack voll Geld im Gepäck hat. Dass dieses gestohlen ist und der todkranke Max eigentlich auf dem Weg nach Mexiko war, tut dem Glück keinen Abriss.
So treffen zwei an sich völlig skurrile Charaktere aufeinander, die trotz aller Unterschiede eine Gemeinsamkeit haben, nämlich die, noch nicht richtig gelebt zu haben.

Die Idee zu der Geschichte ist definitiv außergewöhnlich und interessant. Zudem spricht Claudia Schreiber gleich mehrere Reizthemen in ihrer Geschichte an. So werden nicht nur die Probleme der deutschen Landwirtschaft thematisiert, sondern auch Fragen zu Sterbehilfe und möglichst schmerzloser Schlachtung aufgeworfen. Leider bleibt auf knappen 187 Seiten jedoch nicht allzu viel Platz, um noch großartig mehr unterzubringen.
 So sind die kurzen, abgehackten Sätze der Autorin bildhaft für die sprunghafte Entwicklung ihrer Charaktere, die somit zu oberflächlich bleibt. Auch das Ende kommt zu schnell und mit etwas zu viel Glück im Unglück. 
Die Sprache der Autorin ist recht derb, vereinzelte Charaktere sprechen im Dialekt, was die Dialoge allerdings sehr lebensnah macht.
Bei den Schlachtszenen mutet Claudia Schreiber Lesern mit empfindlichem Magen einiges (vielleicht sogar zu viel?) zu, denn diese werden erschreckend detailgetreu beschrieben.

FAZIT: Hätten Figuren und Geschichte ein wenig mehr Raum gehabt, sich weiter zu entfalten, wäre sicherlich eine bessere Bewertung drin gewesen. So aber gibt es leider nur drei von fünf Leseratten.

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  1. Pingback: [Rezension] Schreiber, Claudia – Süß wie Schattenmorellen |

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