Originaltitel: Good Grief | Website der Autorin
Kurzbeschreibung
Nach dem Tod ihres geliebten Mannes Ethan ist Sophie zunächst am Boden zerstört. Nie hätte sie sich vorgestellt, dass ihre Ehe einmal so zu Ende gehen könnte. Ihre Freunde und ihre Familie versichern ihr zwar, dass das Leben immer noch lebenswert sei, doch eigentlich kann Sophie das nicht so recht glauben. Sie sieht schließlich nur noch einen Ausweg: Sie muss ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen und noch einmal ganz von vorne anfangen.
libromanie-Rezension
Nachdem die 36jährige Sophie ihren Ehemann nach langer Krankheit verloren hat, versucht sie, sich in die Rolle der Witwe einzufügen und die Erwartungen, die man an sie stellt, so gut es geht zu erfüllen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn die Trauer einem jeglichen Antrieb nimmt.
Als Sophie eines Morgens in Morgenmantel und Häschenpantoffeln im Büro erscheint, weil eben alles andere in der Wäsche ist, ist sie auch noch ihren Job los, so dass ihr kein anderer Ausweg bleibt, als ihr Haus zu verkaufen, zu einer Freundin zu ziehen und noch einmal ganz vor vorne anzufangen…
Als Leser begleitet man Sophie durch die verschiedenen Trauerphasen, erlebt mit ihr absolute Tiefpunkte, aber auch Momente voller Hoffnung und Lebensfreude. Wenn sich Sophie an die letzten Momente mit ihrem Mann erinnerte, musste ich ganz schön schlucken. Andere Szenen wiederum haben mich köstlich amüsiert, was vor allem an der überaus sympathischen Hauptperson lag, die zwar ein wenig tollpatschig, aber im Vergleich zu vielen anderen ‚Heldinnen’ dieses Genres eine ganz normale Frau ist. Auch die anderen Figuren, von der seltsamen Schwiegermutter bis zum bockigen Teenager Crystal, derer sich Sophie annimmt, sind äußerst lebendig und glaubhaft beschrieben.
Im Gegensatz zum vielfach verglichenen PS, Ich liebe dich von Cecelia Ahern fällt positiv auf, dass sowohl Autorin als auch Protagonistin von Himmelblau und Rabenschwarz älter und damit auch deutlich reifer sind. Chick-lit typische Partygänge oder Urlaubserlebnisse gibt es somit nicht.
Einen Ratgeber zur Trauerbewältigung darf man dennoch nicht erwarten. Das Buch fällt definitiv in die Kategorie Frauenroman, wenn es auch aufgrund der betrüblichen Thematik eben nicht ganz so locker-flockig daherkommt.
Die volle Punktzahl gibt es einzig deshalb nicht, weil das Ende mir etwas zu einfach gehalten ist.
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