Originaltitel: Tender Rebel 
Genre: Liebesromane und Frauenliteratur
Reihe: Malory-Reihe (2)
Verlag: Heyne (2006)
Übersetzung: Alexandra von Reinhardt
ISBN: 9783453490284
Seiten: 348
Website der Autorin: -
Kurzbeschreibung
Als die bezaubernde Roslynn Chadwick von ihrem Großvater ein Vermögen erbt, kann sie sich vor den Nachstellungen ihres Cousins Geordie Cameron kaum retten. Doch der Mann ihrer Träume ist ein anderer: Sir Anthony Malory – der aber leider den Ruf eines Frauenhelden und Charmeurs hat.
Anmerkung: Ich habe dieses Buch im Rahmen des SuB-Listen-Wettbewerbs 2007 im literaturschock-Forum gelesen und war von meinem ersten Nackenbeißer alles andere als begeistert. Ich hoffe, Fans dieses Genres sehen mir meine niederschmetternde Rezension nach und nehmen sie nicht persönlich.
libromanie-Rezension
Lady Roslynn Chadwick ist hübsch, vermögend und verzweifelt, denn ihr Vetter plant, sie zur Eheschließung zu zwingen, um sich ihre gesamten Besitztümer einzuverleiben. Einziger Ausweg ist eine schnellstmögliche Hochzeit mit einem anderen Mann. So flieht Roslynn mit ihrer Zofe aus ihrer schottischen Heimat nach London. Auf der Suche nach einem geeigneten Heiratskandidaten gerät sie an den Lebemann Anthony Malory, der von der jungen Frau sogleich fasziniert ist, aber eine Hochzeit kategorisch ablehnt. Auch Roslynn findet Gefallen an dem attraktiven Mann, hat sich jedoch geschworen, sich niemals mit einem Weiberhelden einzulassen. Nichtsdestotrotz kommt es, wie es kommen muss. Von leidenschaftlicher Begierde und der Angst vor dem Vetter getrieben, gehen die beiden entgegen ihrer Vorsätze eine Ehe ein, in der Zwistigkeiten natürlich vorprogrammiert sind.
Die Grundkonstellation verspricht leichte Unterhaltung mit einem Schuss prickelnder Erotik. So ganz werden diese Erwartungen jedoch nicht erfüllt.
Die Charaktere sind einfach zu schön, zu reich, zu platt. Völlig stereotyp hangeln sie sich durch eine Geschichte, die total vorhersehbar und überhaupt nicht spannend ist. Von der ersten Begegnung an ist klar, was man auf den folgenden 300 Seiten zu erwarten hat. Missverständnisse, Vorurteile, Stolz und Sturheit führen zu Streitigkeiten, über deren Sinnlosigkeit ich nur den Kopf schütteln konnte. Auch die versprochene, lodernde Leidenschaft fällt nicht ganz so knisternd aus wie erwartet, auch wenn die Figuren vor ständigem Verlangen fast platzen und bei der kleinsten Berührung schon in Flammen aufgehen. Wenn jedoch der Held “seine Waffe zückt”, um seine Gespielin im nächsten Moment zu “pfählen”, regt das nicht meine Fantasie an, sondern entlockt mir höchstens ein amüsiertes Lächeln.
Sprachlich ist der Roman sehr einfach gehalten und lässt sich daher zügig lesen. Auch wenn ich so manches Mal über den ein oder anderen schriftstellerischen Kunstfehler stolperte, wenn zum Beispiel Roslynn plötzlich völlig aus dem Zusammenhang an einem ihr fremden Ort aufwacht oder die Autorin sie und ihre Zofe im Dialog ausführlich ihre Flucht rekapitulieren lässt, um den Leser über die Vorgeschichte zu informieren.
Richtig nervtötend ist es allerdings, wenn die Autorin Roslynn in ihren schottischen Dialekt verfallen lässt, der sich von ihrer normalen Sprache einzig und allein darin unterscheidet, dass sie an jeden Satz ein „Mann!“ hängt. Das mag aber auch an der deutschen Übersetzung liegen, die ohnehin mit etlichen (Tipp)Fehlern gespickt ist.
Hat man die vorherigen Bände dieser Malory-Reihe nicht gelesen (oder wusste man – wie ich – gar nichts von deren Existenz), fällt es zudem schwer, einen Überblick über die Familienkonstellation zu gewinnen. Es wird also vorausgesetzt, bestimmte Personen aus den Vorgängern zu kennen, auch wenn diese Geschichte in sich abgeschlossen ist.
FAZIT: Mein Ausflug in die Welt der Nackenbeißer war alles andere als erfolgsgekrönt, so dass ein nächster nicht allzu bald folgen wird. Wenn überhaupt.
Bewertung: ![]()
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One comment
Hey Ninchen!
Erstmal Danke für die Comments und “Yeah!” -unser- Buch!
Ich fands auch so schrecklich!
*drück dich*