Harris, Charlaine – Vorübergehend tot

Originaltitel: Dead Until Dark
Genre: Mystery
Reihe: Sookie Stackhouse (1)
Verlag: Feder & Schwert (2008)
Übersetzung: Dorothee Danzmann
ISBN: 9783937255149
Seiten: 328
Website der Autorin: www.charlaineharris.com

Kurzbeschreibung
Sookie Stackhouse jobbt in einer Kleinstadt in Louisiana als Kellnerin. Sie ist still, introvertiert und geht selten aus. Nicht, dass sie nicht hübsch wäre. Im Gegenteil. Sookie hat nur, naja, eben diese “Behinderung”: Sie kann Gedanken lesen. Das macht sie nicht gerade begehrenswert. Doch dann taucht Bill auf. Er ist groß, düster, gutaussehend – und Sookie hört kein Wort von dem, was er denkt. Er ist genau die Art Mann, auf die sie schon ihr ganzes Leben lang wartet.
Doch auch Bill hat eine Behinderung: Er ist ein Vampir. Außerdem hat er einen schlechten Ruf. Er hängt mit einer verdammt unheimlichen Clique herum, deren Mitglieder alle – Überraschung! – Mordverdächtige sind. Als dann noch eine Kollegin Sookies ermordet wird, befürchtet sie, sie könnte die nächste sein.

libromanie-Rezension
Sookie Stackhouse hat eine außergewöhnliche Begabung: Sie kann Gedanken lesen. Für die junge Kellnerin aus Bon Temps ist diese Fähigkeit jedoch eher ein Fluch, denn ständig schwirren ihr die Gedanken und Gefühle fremder Menschen im Kopf herum und auch die Partnersuche gestaltet sich unter diesen Umständen äußerst schwierig.
Als sie Bill kennen lernt, scheint zwar ein geeigneter Kandidat gefunden, denn seine Gedanken bleiben vor Sookie verborgen; ruhiger wird ihr Leben aber trotzdem nicht. Immerhin ist Bill ein Vampir und bald wird das kleine Kaff in Louisiana von einer Mordserie heimgesucht, deren Opfer zwar stranguliert wurden, aber auch Bissspuren aufweisen…

Der erste Teil der Sookie-Stackhouse-Reihe ist ein unterhaltsamer, skurriler Vampir-Krimi, der sich aufgrund der flüssigen Schreibweise der Autorin innerhalb kürzester Zeit lesen lässt. Besonders auch deshalb, weil Sookie die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt und dabei einen herrlich ironischen, lockeren Ton anschlägt.

Harris’ Vampire beruhen teils auf den gängigen Vorstellungen (Abneigung gegen Sonne, Silber und Knoblauch), unterscheiden sich aber dadurch, dass sie sich vor einer Weile „geoutet“ haben. Sie begründen ihre Existenz mit einem Virusbefall und versuchen teilweise, sich in die Gesellschaft zu integrieren und vorrangig von synthetischem Blut zu ernähren.
Etwas klischeehaft ist leider, dass die meisten Figuren des Romans außerordentlich schön sind. Nicht nur die Vampire sind makellos, sondern auch Sookie, die im Verlauf der Geschichte sogar noch hinreißender wird. Außerdem sind ihre Reaktionen manchmal etwas glatt. Besonders einen Mordfall nimmt sie verhältnismäßig gelassen hin, was mir nicht ganz verständlich war.

Im Mittelteil des Buches rückt die Liebesbeziehung zwischen Sookie und Bill stark in den Vordergrund und einige detailliert, aber gut geschriebene Liebesszenen nehmen etwas das Tempo aus der Geschichte. Zum Ende hin wird es dann allerdings wieder richtig spannend, vor allem, weil bis zum Schluss unklar ist, wer die Morde in Bon Temps begangen hat.

FAZIT: Ein witziger und spannender Serien-Auftakt, der neugierig auf weitere Geschichten über Sookie und ihren Vampir macht.

Bewertung:

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3 Responses to Harris, Charlaine – Vorübergehend tot

  1. Kes sagt:

    Die Geschcihten um Sookie Stackhouse gibt es jetzt auch als TV-Serie namens “Tru Blood”. (just for info) =O)

  2. Stephie sagt:

    Hat dich die teilweise ordinäre Sprache nicht gestört? Ich war von dem Buch leider sehr enttäuscht, vor allem auch von der Beziehung zwischen Bill und Sookie…

  3. Nina sagt:

    @ Kes
    Habe ich schon mal von gehört, aber da ich nicht so der Serien-Typ bin… ;) Trotzdem danke für die Info, auch wenn sie schon eine Weile her ist.

    @ Stephie
    Was hat dich an der Beziehung der beiden denn gestört? Ich fand die eigentlich in Ordnung. Und die Sprache ist mir damals vielleicht nicht als besonders ordinär aufgefallen, weil ich das englische Original gelesen habe. Da finde ich ein »f.u.ck.« z.B. nicht so heftig wie das deutsche Wort dazu.

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