Woran erkennt man ein richtig richtig schlechtes Buch? Unter anderem daran, dass man beim Lesen das Bedürfnis hat, es am liebsten in die Ecke zu schmeißen. Da ich Bücher aber prinzipiell nicht abbreche, damit ich mir auch eine abschließende Meinung darüber erlauben kann, blieb Bittersüße Tode dieses Schicksal erspart.
Geflogen ist das Buch heute trotzdem. Zwar nicht in die Tonne, aber in hohem Bogen einmal quer über den Balkon, nachdem sich eine Biene darauf niedergelassen hatte. Natürlich eine völlig überzogene Reaktion, zumal ich sonst nicht so schreckhaft bin, aber sie beweist, wie schlecht der Roman ist. Jedes andere Buch hätte ich mit dem Leben verteidigt nicht so rücksichtslos weggepfeffert.
Meine Ma jedenfalls, die von dem Buch fast erschlagen wurde, starrte mich nur mit offenem Mund an. “Seit wann schmeißt DU mit Büchern?!”
Tja, Laurell K. Hamilton ist halt nichts für mich. 





8 Comments
*Lach* – diese Aktion hätte ich gerne gesehen! Bei mir gab’s bisher nur ein Buch, das ich, wenn es nicht geliehen gewesen wäre, auch gerne irgendwohin geschmissen hätte (ab liebsten wäre ich damit zum Autor gefahren und hätte es ihm um die Ohren geschlagen): “Das böse Mädchen” von Llosa. Das hat mich so dermaßen genervt, dass ich mich jetzt noch darüber stundenlang darüber aufregen könnte, aber ich habe mich auch bis zum Ende durchgequält. Reiner Masochismus
Beim lesen deines Beitrags musste ich spontan an “AFN Tehran” von Peter M. Roese denken – da hatte ich ähnlich viel Spaß
seit Wochen liegt exakt das gleiche Buch bei mir rum. Will es nicht abbrechen, kann mich nicht vorankämpfen, habe zig Bücher dazwischengeschoben und gelesen und gehört, es liegt hier und starrt mich vorwurfsvoll an … habe (außer von Dir) nur Gutes über das Buch gehört, aber ich kann damit absolut nichts anfangen … es hätte inhaltlich soviel Potential, aber sprachlich ödet es mich an (kann an der Übersetzung liegen), und die Charaktere finde ich einen langweiliger als den anderen … mach mal ein weiteres Strichlein, falls Du abstimmst für den Flop *g*
Also wenn mir ein Buch nicht gefällt, wird es garantiert in die Ecke gepfeffert. Ich würde sonst eh hundert Jahre brauchen, um es zu lesen und das tu ich mir bei meinr knappen Lesezeit nicht mehr an. Und es gibt noch so viele tolle Bücher, die ich lesen möchte, was soll ich mich da mit einem quälen.
LG
Iris
*lol* Wie cool! Aber Du hast Recht, das Buch ist nur zum Schmeißen geeignet. *g*
@ Eva
Masochismus ist wohl echt das richtige Wort.
@ Mario
Das Buch sagt mir jetzt gar nichts, aber wenn das so ist, werde ich mich auch gar nicht erst danach umsehen.
@ SaraSalamander
In der Leserunde im Buchcouch-Forum waren auch nicht alle begeistert von dem Buch, obwohl ich vorher auch nur Gutes gehört hatte. Vom Inhalt her hat es mich wirklich sehr angesprochen, aber die Umsetzung ist mE wirklich grottig.
@ Iris
Allerdings überfliege ich schlechte Bücher auch nur, damit ich mich nicht allzu lange mit ihnen aufhalte.
Eigentlich machst du es genau richtig. Immerhin ist unsere Lesezeit wirklich begrenzt, aber ich kann es einfach nicht über mich bringen, ein Buch abzubrechen. Und außerdem: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
@ Melli
So bleibt mir zumindest noch die Rezi, um meinem Ärger Luft zu machen.
Wenn ich zum Foren-Treffen kommen würde, könnten wir Bittersüße-Tode-Weitwerfen machen.
Stimmt es gibt so Bücher, wo man schon nach einiger Zeit merkt, dass wird nicht mehr, da baut sich keine Spannung auf. Allerdings gibt es so Fälle wo die Handlung dann doch wieder eine entscheidende Wendung nimmt und plötzlich zu interessieren beginnt. Mir ging es zuletzt mit ‘Sputnik Sweatheart’ von Haruki Murakami so. Da konnte ich mit dem Anfang überhaupt nix anfangen.
Ha, da bist du wie ich. Ich beende auch jedes Buch, egal wieschlecht es ist!
lg chil