Nicht selten sind Klappentexte weniger gut gelungen, etwa weil sie zuviel verraten oder den Leser in die Irre führen und mit einer Beschreibung locken, die letztlich gar nicht zum Buch passen will.
Gerade eben habe ich jedoch eine Entdeckung gemacht, bei der mir erstmal die Kinnlade runterfiel. Im Klappentext meiner Ausgabe von Bittersüße Tode (mein Buchflop, ihr erinnert euch) steht doch tatsächlich:
Anita Blake ist eine Vampirin, und sie jagt ihre Artgenossen.
Ja, Anita jagt Vampire. Aber sie selbst ist definitiv keiner. Zwar hat sie übermenschliche Fähigkeiten, aber sie hasst Vampire und riskiert ihr Leben, um die Blutsauger zur Strecke zu bringen, behandelt sich nach einem Biss sogar selbst mit Weihwasser, damit sie sich nicht verwandelt.
Scheinbar hat der Verlag den Fehler aber ebenfalls bemerkt, denn die Klappentexte auf der Verlagsseite sind korrigiert und hoffentlich auch die neueren Auflagen des Buches. Bei buecher.de und amazon ist allerdings immer noch die falsche Version zu lesen.
Schon blöd irgendwie!




Ja… Klappentexte sind ziemlich oft ziemlich daneben. Gelungene Klappentexte? Fallen mir spontan keine ein – daneben geratene? Einige.
Aber andererseits ist es auch schwierig Klappentexte zu schreiben, die nichts verraten, trotzdem spannend sind und zum Lesen anregen. Grundlegende, inhaltliche Fehler sollten trotzdem vermieden werden.
Es stimmt schon. Richtig gute Klappentexte zu schreiben ist wirklich eine Kunst für sich. Mir fällt beim Schreiben von Rezensionen schon immer auf, dass es nicht leicht ist, den Inhalt in den richtigen Worten wiederzugeben.
Aber ein solcher Fehler, in dem aus einer Vampirjägerin ein Vampir wird, sollte wirklich nicht übersehen werden bzw. wie kommt jemand, der das Buch gelesen hat, überhaupt auf die Idee?! Oder müssen Klappentextverfasser das Buch etwa gar nicht gelesen haben?