Moore, Christopher – Flossen weg

Originaltitel: Fluke
Genre: Humor
Reihe: -
Verlag: Goldmann (2005)
Übersetzung: Jörn Ingwersen
ISBN: 9783442542086
Seiten: 400
Website des Autors: www.chrismoore.com

Kurzbeschreibung
Seit Jahren versucht der Meeresbiologe Nate Quinn zu ergründen, warum Buckelwale singen. Da geschieht plötzlich etwas Seltsames: Eine riesige Schwanzflosse taucht aus dem Meer auf mit der deutlichen Aufschrift: Flossen weg! Und derselbe Wal versucht mehrmals über das Telefon bei Nate ein Pastrami-Sandwich zu bestellen. Nate glaubt seinen Verstand zu verlieren, bis er der Bitte nachkommt und in die wundersame Welt der Wale hinabtaucht….

libromanie-Rezension
Der Meeresbiologie Nathan Quinn sucht seit Jahren nach der Antwort auf die Frage, warum Buckelwale singen. Unterstützt wird er dabei von dem Fotografen Clay Demodocus, der jungen Forscherin Amy Earhart und dem ständig bekifften Möchtegern-Hawaiianer Kona.
Die Geschichte kommt ins Rollen, als Nate bei seinen Beobachtungen auf dem Meer vor Hawaii eines Tage einen Wal entdeckt, auf dessen Flosse dick und fett FLOSSEN WEG! geschrieben steht. Als Nate der Aufdeckung des Geheimnisses kurz darauf immer näher kommt, wird er plötzlich nach Gooville verschleppt, eine verborgene Unterwasserwelt, die 623 Fuß unter dem Meeresspiegel irgendwo vor Chile liegt…

Nachdem Christopher Moore in ‘Die Bibel nach Biff’ der Anfangsgeschichte des Christentums ein paar amüsante Kapitel anhängt hat, schreibt er in ‘Flossen weg’ die Geschichte der Evolution neu.
Seine Evolutionsheorie ist zwar frei erfunden, aber nachvollziehbar; vor allem, weil dem Autor der Wechsel zwischen „Wissenschaft und Magie“ (wie Moore es nennt), wieder exzellent gelungen ist. (Damit der Leser sich ein abschließendes Bild darüber machen kann, was Fakt und was Fantasie ist, finden sich im Anhang einige interessante Informationen zum aktuellen Stand der Walforschungen.)

Obwohl ich Christopher Moore’s saloppen Schreibstil sonst sehr gerne mag, wirkte er auf mich dieses Mal etwas übertrieben und der Witz manches Mal gezwungen. Besonders das Bedürfnis des Autors, (unwichtige) Dinge zu wiederholen, ging mir mit der Zeit ziemlich auf die Nerven, ebenso wie viele eigenartige Vergleiche. Auch die Übersetzung irritierte mich stellenweise, etwa als aus der Luftröhre der “falsche Halskanal” wurde.

Sieht man über die sprachlichen Mängel und die teils primitiven Witzen hinweg, kann man aber durchaus seine Freude an dem Buch finden. Schon alleine aufgrund der skurillen Charaktere und der unterhaltsamen Handlung, die zwar langsam anläuft, aber nach mit der Zeit gehörig an Tempo zunimmt.

FAZIT: Amüsante Fantasygeschichte, der man die gute Recherche anmerkt, die für mich aber trotzdem das bislang schwächste Buch von Christopher Moore ist.

Bewertung: 3ratten.png

One comment

  • 20. September 2009 - 23:50 | Permalink

    Ist tatsächlich eines der schwächeren Moore-Bücher, neben der Himmelsgöttin. Geht wenig über die San Francisco-Reihe, Biff und Fool.

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