von Muriel Barbery
Wenn Sie unsere Familie verstehen wollen, brauchen Sie sich nur die Katzen anzusehen. Unsere beiden Katzen sind zwei dicke Luxuskrokettenwänste, die keinerlei interessante Interaktionen mit den Menschen haben. Sie schleppen sich von einem Sessel zum anderen, wobei sie überall Haare hinterlassen, und niemand scheint begriffen zu haben, dass sie nicht die geringste Zuneigung für jemanden empfinden. Der einzige Nutzen der Katzen liegt darin, dass sie bewegliche Dekorationsgegenstände darstellen, ein Konzept, das ich intellektuell interessant finde, doch der Bauch der unseren hängt zu sehr, als dass es auf sie angewendet werden könnte. (Seite 49)
Auch auf die Gefahr hin, dass ich es mir mit katzenliebhabenden Lesern nun verscherze, aber: Dieses Zitat ist nicht nur tierisch komisch, sondern gibt auch meine Meinung zu den kleinen Plüschtigern ziemlich gut wieder.





Autsch! 1:0 Hunde.
Bedeutet das nun im Umkehrschluss, dass man sich in einer Hunde-Familie gegenseitig am Hintern beschnüffelt?
Lustig, dass gleich im ersten Kommentar ein Hund auftaucht.
Ich denke, die Katzen wie (die 12jährige) Paloma sie beschreibt, stehen sinnbildlich für ihre extrem reiche Familie, die sich für niemanden wirklich erwärmen kann und lediglich hübsch anzusehen ist. Von außen eben.
Ob man das nun für ein Klischee hält oder vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht hat, bleibt dem Leser natürlich selbst überlassen. Ebenso wie seine Einstellung zu Katzen. Die finde ich zwar durchaus niedlich, kann aber einfach nicht viel mit ihnen anfangen.
Du wirst mir immer sympathischer ^^
Ich hasse Katzen!
Ich liebe Katzen *schäm*
Mag Katzen sehr gerne, das Zitat finde ich aber trotzdem super – “bewegliche Dekorationsgegenstände”, genial *lach*
Außerdem hat es mich total neugierig auf das Buch gemacht, weil das genau meine Art von Humor ist. Geht das die ganze Zeit so?
Gott sei Dank ist mein Kater weder fett noch groß. ^^ Und beherrscht die Interaktion mit mir ( auch wenn die manchmal aus Zehenanknabbern und aus der Ecke anhüpfen besteht ).
Ich bin entsetzt! Und schäme mich nicht im Geringsten, ohne Katzen nicht leben zu können.
Das Buch ist somit von meiner “Fast-Wunschliste” verbannt worden, das geht einfach gar nicht… Die Katzen und Kater, die ich in meinem Leben bisher kennenlernen durfte, waren weder gefühlskalt noch reine Deko-Objekte, sondern selbstbewusste Wesen mit kleinen Macken die viel zu geben haben.
Der Unterschied zwischen Hunden und Katzen zeigt sich in diesem Zitat für mich ganz gut:
“Hunde haben Herrchen. Katzen Personal.” (Ralf Schmitz – Schmitz’ Katze)
LG & einen skeptischen Blick von Jean, Shelly und Avallyn
Seychella
Oje! Wenn das Buch wegen des Zitats schon von Wunschlisten rutscht, kann ich nur hoffen, dass es mir nicht persönlich genommen wird und ich demnächst aus sämtlichen Blogrolls verschwunden bin.
Wie gesagt, ich persönlich habe genau die beschriebenen Erfahrungen mit Katzen gemacht, freue mich aber für jeden, der mit ihnen für sich das ideale Haustier gefunden hat. Ich bilde mir ja auch ein, dass in meinen Kaninchen mehr steckt, als es nach außen den Anschein macht.
@ Eva
Ja, das Zitat ist schon beispielhaft für Palomas Humor. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dir das Buch gefallen könnte. Auch von der philosophischen Seite her.