von Peter Prange
Gestern Abend hätte ich das Buch nach nur wenigen Minuten fast wieder zur Seite gelegt. Schuld daran war folgender Satz.
Sophie spürte, wie der Gardinenstoff an ihren Brustspitzen kratzte, die seit ein paar Wochen merkwürdig spannten.
Ok, man will mir mitteilen, dass Sophie bald zur Frau wird. Wird sie ein paar Seiten später ja auch. Allerdings, Brustspitzen? Doofes Wort. Außerdem: Muss man meinen Blick gleich auf Seite 2 schon auf diese lenken?
Wahrscheinlich bin ich mal wieder empfindlich, aber ich bin da eben vorbelastet, denn mir ist bereits mehr als einmal aufgefallen, dass so mancher Autor historischer Romane sehr gerne und ausführlich über die weibliche Brust schreibt. Die mag zwar damals wie heute ein Hingucker gewesen sein, aber das interessiert mich schlichtweg nicht.
Da ich mir aber selbst blöd vorgekommen wäre, das Buch wegen eines, vielleicht nur unglücklichen Satzes beiseite zu legen, habe ich ihm noch eine Chance gegeben und gleich eine dramatische Hinrichtung erlebt, die daraus resultierte, dass Sophie dem Pfarrer vor die Füße reierte. Es verspricht also unterhaltsam zu werden.
Und um das Buch nicht ganz so schlecht zu machen… Es liest sich bislang (Seite 74) wirklich flüssig.




Also, halt mich auf dem Laufenden, ja?!
LG
Melli
Ich bin auch auf deine weitere Meinung gespannt, denn nachdem ich Anfang des Jahres “Der letzte Harem” von ihm las – und total begeistert war – möchte ich gerne noch was von ihm lesen. Ich liebäugel ja mit diesem Buch und bin daher an jeder Meinung interessiert…
LG
Nerolaan
Ich hab das Buch auch noch hier zu stehen. Und irgendwie hat mich gerade das mit den “Brustspitzen” jetzt neugierig gemacht. Haha.
@ Lilly
Laut Steckbrief des Autors, der auf seiner Website zu finden ist, mag er übrigens “schöne Frauen[...]” und seine Dissertation hatte die s.e.x.uelle Revolution im 18. Jahrhundert zum Gegenstand. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass in der Richtung noch mehr kommt.
Haha, sowas!
Ich berichte auf jeden Fall.
Mir geht es da wie Nerolaan. Mir hat “Der letzte Harem” richtig gut gefallen, aber bisher bin ich noch unentschlossen, was ich von Peter Prange als nächstes lese.
Liebe Grüße,
Katha