Vor einer Weile hatte ich anlässlich der Wahl zum kuriosesten Buchtitel 2oo8 eine kleine Liste an Titeln zusammengestellt, die ich ulkig/seltsam/auffällig fand. Unlängst habe ich ein Buch ertauscht, dessen Titel auf jeden Fall heraussticht – Bitterfotze von Maria Sveland.
So ein liebliches Cover und so ein ordinärer Titel!
Ich kann mir gut vorstellen, dass so manch Buchhändler schon von unangenehm berührten Kunden nach Bitter…na, Sie wissen schon, von Maria Sveland gefragt wurde.
Ehrlich gesagt hat mich der reißerische Titel anfangs eher abgestoßen. Das hat sowas von auffallen um jeden Preis, finde ich. Letztlich hat mich die Geschichte dann aber doch gereizt. Tja.
Ergänzung – 11.o6.2oo9
Gerade eben entdeckt:
[...] vielleicht als Folge des eigenwilligen Titels verkauft das Buch sich gut bei Online-Buchhändlern, aber schlecht im echten Laden.
Quelle: welt.de
Aha.





Wer auffallen will, muss auch was wagen…
Für den reißerischen Titel kann die Autorin nichts, denn in Schweden sagt man tatsächlich “Er oder sie ist bitterfotzig”, statt verbittert.
Dort nimmt man kein Anstoß an dem Titel. Wenn man es 1:1 übersetzen wollte, hätte es “Verbitterung” heißen müssen.
Aber man hat den Skandal wohl gewittert …
Das Buch ist aber trotzdem toll
Edit:
Die 1:1 Übersetzung ist natürlich korrekt. Bitterfittan = Bitterfotze.
Aber sinngemäß wurd’s nicht übersetzt; sicherlich weil die deutsche Wortneuschöpfung so herrlich skandalös klingt.
@ Auglia
Stimmt schon, aber wie gesagt, mich hat der Titel eher abgeschreckt.
@ Lilly
Ich hab mich nur an dieser Skandal-Vermarktung gestört. Mag ich halt nicht. Letztlich war aber u.a. auch deine Rezi Schuld daran, dass ich das Buch trotzdem ertauscht habe. Bin schon sehr gespannt darauf.
Die Autorin hatte beim Titel wahrscheinlich eh kein wirkliches Mitspracherecht, denke ich. Ist ja meist so. Interessant übrigens, dass man das in Schweden so sagt. Wusste ich nicht. Ich kenne höchtens ‘hinterfotzig’.
Ich hab jetzt auch nicht unbedingt was gegen den Ausdruck an sich. Ich selbst nutze ja auch hier und da ein Schimpfwort, wenngleich auch weniger derbe.