[Projekt: Schneller lesen] Startschuss

Seit einer gefühlten Ewigkeit liegt der Taschenguide ‘Schneller lesen’ unangetastet auf meinem Schreibtisch. Dabei wollte ich doch längst schon getestet haben, ob es wirklich möglich ist, seine Lesegeschwindigkeit gezielt um bis zu 70 % zu steigern.

Ich zitiere mich einfach mal selbst:

An sich bin ich mit meiner Lesegeschwindigkeit zwar ganz zufrieden, auch wenn es natürlich immer mehr Bücher geben wird als Lesezeit. Und Romane möchte ich gar nicht schneller lesen. Die möchte ich genießen. Wenn ich dank einer anderen Lesetechnik allerdings weniger Zeit auf Uni-Texte verwenden müsste, hätte ich wiederum mehr Freitzeit für andere Bücher…

Das also soll mein Ziel sein – mittels Trainingsprogramm effektiver, d.h. schneller zu lesen und gleichzeitig mehr zu behalten. Dies soll in drei Schritten geschehen: (1) Analyse und (2) Optimierung meiner Lesetechnik sowie (3) Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Zunächst einmal muss ich aber meine aktuelle Lesegeschwindigkeit ermitteln. Logisch. Nur so kann ich später feststellen, ob ich Fortschritte gemacht habe.

Fortsetzung folgt…
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11 Responses to [Projekt: Schneller lesen] Startschuss

  1. Oh, das ist interessant. Ich bin schon gespannt, was du herausfindest.

    Vor Jahren habe ich mir das Diagonallesen antrainiert, aber nie Freude daran gefunden. Man kann zwar sachliche Texte schnell überfliegen, aber für das Freizeitlesevergnügen ist es völlig ungeeignet. Es ist in etwa so, als würde man eine DVD im Fast Forward gucken. Man erfasst noch große Teile der Handlung, aber der Spaß geht völlig verloren.

    Deshalb bin ich gespannt, ob du deine Lesegeschwindigkeit steigern und dennoch das Lesevergnügen erhalten kannst.

  2. Da bin ich auch sehr gespannt. Enthalte uns deine Ergebnisse ja nicht vor!

  3. Stefan sagt:

    Find ich auch spannend! Allerdings weiß ich nicht so genau, worin der eigentliche Wert liegt, möglichst schnell und damit möglichst viel zu lesen. Egal wie schnell man liest, man schafft ja doch immer nur einen Bruchteil des Bücheruniversums. Okay, für Sachtexte kann das sicher hilfreich sein, aber ich bin halt kein Geisteswissenschaftler, da halten sich die zu lesenden Artikel doch in Grenzen ;-)
    Ich bin aber mal gespannt, wie es Dir damit geht.

  4. Auglia sagt:

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, ich finde die Idee wirklich interessant, vor allem, weil ich mir das auch schon vorgenommen habe, aber noch an den Erfolgen zweifle. Vielleicht kannst du mich jetzt davon überzeugen…

  5. Bella sagt:

    Bin mal gespannt ob das echt möglich ist seine Lesegeschwindigkeit bis zu 70 % zu steigern.

    Werde auf jeden Fall gespannt weiterverfolgen was du darüber berichtest.

    Liebe Grüße

  6. Hallo,
    da bin ich auch gespannt. Ich habe den Taschenguide “Schneller lesen” geschrieben und es ist mit diesem Buch möglich, die Lesegeschwindigkeit zu steigern wie beschrieben.

    Voraussetzung: Die Übungen machen, nicht nur drüberblättern im Sinne von “ach.. die Übungen mache ich später..” ;-)

    Wenn Fragen sind, einfach über meine Homepage http://www.backwinkel.net eine E-Mail schreiben.

    Viel Erfolg!
    Holger Backwinkel

  7. holly sagt:

    Vielleicht sollte ich mir das doch mal ankucken, so hinsichtlich meiner nahenden Zulassungsarbeit. Aber ich les ja schon so schnell ^^

  8. ri sagt:

    ich beobachte das mal bei Dir mit :) . Vielleicht schaff ich so ja noch mein “Lehrgang”.. =) Bin also gespannt!

  9. Nina sagt:

    @ Svenja
    Diagonallesen? Wie darf ich mir das vorstellen? Wie gesagt, ich möchte auch in Zukunft nicht durch Romane huschen. Aber studien-/berufsbedingt muss ich eben sehr viele Fachtexte lesen. Die würde ich gerne schneller hinter mich bringen. ;)

    Allerdings weiß ich nicht so genau, worin der eigentliche Wert liegt, möglichst schnell und damit möglichst viel zu lesen. Egal wie schnell man liest, man schafft ja doch immer nur einen Bruchteil des Bücheruniversums.

    Der Wert liegt für mich persönlich darin, Texte, die ich lesen muss schneller lesen zu können, um dann mehr Zeit für Texte zu haben, die ich lesen möchte. Auch wenn du natürlich Recht hast und ein Leben nicht ausreicht um alles zu lesen, was man vielleicht gerne lesen würde.

    @ Holger Backwinkel
    Herzlich Willkommen hier und Danke für das Angebot! :) Ich werde meine Übungen definitiv gewissenhaft machen. Ich habe zwar eben – überrascht – festgestellt, dass ich bereits sehr schnell lese, möchte aber natürlich trotzdem gerne wissen, ob ich mich noch steigern kann bzw. den Kurs mir bekannten Langsamlesern empfehlen würde. Eine weitere Testperson habe ich übrigens auch schon an Land gezogen.

    Beste Grüße,
    Nina

  10. Mit 360 WpM liegst du in der Tat schon recht weit oben. Für Gesetztestexte oder ähnliches liegt im Bereich 350 – 450 WpM auch die Grenze des Möglichen (bei 100 % Textverständnis). Bei den Texten im Buch ist noch einiges mehr möglich.

    “Diagonallesen” ist übrigens eher eine Überfliegetechnik (also keine 100 %) und hat mit “Schneller lesen” NICHTS zu tun :-)

  11. Harald sagt:

    Hallo,
    von Berufswegen zähle ich wohl zu den ‘Extrem-Viel-Lesern’ wobei es sich in diesem Bereich hauptsächlich um englischsprachige Fachliteratur handelt. Es ist knapp 15 Jahre her, dass ich mich mit dem ‘Schnelllesen’ beschäftigt habe und in ähnlicher Weise wie Du versucht habe, meine Lesegeschwindigkeit bei gleichzeitiger Verbesserung des Textverständnisses zu erhöhen. Dazu hatte ich mir auch ein Buch besorgt (Titel muss ich noch einmal nachschlagen) und hatte mir einige Monate zum Durcharbeiten der Übungen und zum Trainieren der Techniken hergenommen.

    FAZIT: Ja, es ist möglich, seine Lesegeschwindigkeit enorm zu erhöhen, ohne dass dabei das Textverständnis allzusehr leidet (insbesondere beim Lesen von Zeitungen mit Spaltensatz bietet es ungeahnte Beschleunigungsmöglichkeiten).

    ABER: Lesen wird damit zur (monotonen) Arbeit. Jegliches Vergnügen geht einem (zumindest mir) bei der Jagd durch die Spalten und Seiten verloren. Wenn es nur darum geht, den Inhalt eines Textes zu kennen und beim Durcharbeiten Zeit zu sparen, dann ist es mir der Mühe wert. Aber wenn man glaubt, man könnte dadurch das Lesevergnügen für literarische Texte alleine schon aufgrund des höheren Durchsatzes (mehr gelesen = mehr Vergnügen) erhöhen, so ist dies meiner Ansicht nach ein Trugschluss. Ich glaube, ich werde die Tage noch einmal etwas zu diesem Thema im Biblionomicon posten.

    Viele Grüße,
    Harald

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