[Rezension] Krock, Jeanine – Der Venuspakt

Originaltitel: –
Genre: Horror/Mystery
Reihe: Licht und Schatten (1)
Verlag: Egmont Lyx (2009)
Übersetzung: -
ISBN: 9783802582295
Seiten: 332
Website der Autorin: www.jeaninekrock.de

Kurzbeschreibung

Nuriya ist ein Feenkind, ein magisches Lichtgeschöpf. Seit dem Tod ihrer Eltern hat sie sich jedoch von der Magie abgewandt. Da begegnet ihr eines Tages der geheimnisvolle Kieran, der ihr mit seiner sinnlichen Ausstrahlung augenblicklich den Atem raubt. Doch Kieran ist ein Vampir und gehört der Welt der Dunkelheit an. Seit Jahrhunderten arbeitet er als Auftragsmörder und tötet jeden, der gegen die Gesetze des Hohen Rates verstößt. Ihre schicksalhafte Begegnung wird ihr Leben für immer verändern. Doch wie können eine Tochter des Lichts und ein Krieger des Schattenreichs zueinanderfinden?

«Ein einziger Blick in sein Gesicht genügte, um Schauer des Unbehagens über Nuyiras Körper zu jagen. Was immer er plante, es war offensichtlich nichts Gutes.» (Seite 306)

Rezension

Nuriya ist eine Fee, doch seit dem Tod ihrer Eltern hat sie sich tief in sich zurückgezogen, verleugnet ihre Herkunft und hat kaum noch Kontakt zu ihren beiden Feenschwestern Selena und Estelle. Als sie in ihre Heimatstadt zurückkehrt, um dort im Buchladen ihrer Tante auszuhelfen, ahnt sie nicht, dass bald schon die gesamte magische Ordnung in ihren Händen liegt, denn um den Frieden zwischen Elfen und Vampiren zu sichern, muss regelmäßig der Venuspakt erneuert werden, die Verbindung einer auserwählten Tochter des Lichts mit einem Sohn der Dunkelheit.
Schnell ist klar, dass Nuriya die Auserwählte ist, doch ihr vermeintlicher Seelenpartner Kieran stellt sich quer. Der mächtige Vampir und Vengador, Auftragsmörder für den Hohen Rat, glaubt, seine einzige Liebe schon vor Jahrhunderten verloren zu haben und spielt somit böswilligen Mächten in die Hände, die den Venuspakt verhindern wollen…

«Der Venuspakt» ist der Auftakt der Reihe «Licht und Schatten», in der nicht nur Feen und Vampire, sondern auch andere magische Wesen wie etwa Werwölfe und altbekannte Götter ihren Auftritt haben. Im ersten Teil stehen jedoch Nuriya und Kieran deutlich im Vordergrund. Zwar werden etliche interessante Nebenfiguren eingeführt, deren Schicksal wird allerdings nur angerissen und vermutlich vereinzelt in den Folgeromanen vertieft.

Der Anfang des Buches ist recht holprig geraten. Überraschende Perspektivwechsel und Rückblenden erschweren den Einstieg in die Geschichte. Informationen werden über Dialoge vermitteln, so dass diese sehr unnatürlich wirken.
Nach gut einem Drittel hat man allerdings das Gefühl, die Autorin hätte sich nun warm geschrieben. Der Schreibstil wirkt weniger abgehackt und unreif und die Geschichte kommt langsam in Fahrt. Lediglich der übertriebene Gebrauch von ausschmückenden Adjektiven hemmt hier und da den Lesefluss, ruft andererseits aber auch die düstere, erotisch prickelnde Atmosphäre deutlich vor Augen.

Neben der ästhetischen und sinnlichen Beschreibung der Liebes- und Blutsaugszenen ist der Autorin auch die Figurenzeichnung gut gelungen. Kieran ist als blendend aussehender Einzelgänger zwar etwas schablonenhaft geraten, aber dafür ist Nuriya mit ihren Selbstzweifeln und der nicht ganz perfekten Figur überaus authentisch und sympathisch, so dass man ihr Schicksal und das Hin und Her mit Kieran gerne verfolgt und die Geschichte – so schwach der Anfang auch ist – doch noch eine richtige Sogwirkung entwickelt und auf ein spannendes Finale zusteuert.

Gegen Ende blitzt sogar stellenweise ein bisschen Humor durch und die Göttermythen sowie die Entstehungsgeschichte der Vampire, unter denen es sogar geborene Vampire gibt, lassen auf eine gewaltiges Ideenpotential der Autorin schließen, das – sollte sie ihren Schreibstil weiterhin ausgefeilt haben – durchaus Lust auf die weiteren Teile der Reihe macht.

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2. Teil: Die Sternseherin | 3. Teil: Der Blutkristall (ab Oktober 2oo9) | 4. Teil: in Planung
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4 Responses to [Rezension] Krock, Jeanine – Der Venuspakt

  1. Soleil sagt:

    Danke für die schöne Rezi!
    Das klingt so, als wäre meine Entscheidung richtig gewesen, das Buch nicht lesen zu wollen ;) So in der Art und nur eher mittelmäßig gibt es ja eine ganze Menge.
    Einzig das Cover finde ich sehr überzeugend (obwohl ich natürlich nicht weiß, ob es auch zum Inhalt passt).

  2. Susanne sagt:

    Vielen Dank für die ausführliche Rezi. Ich habe das Buch noch auf dem SuB und bin recht gespannt.
    Wenn ich es gelesen habe, werde ich berichten.
    Liebe Grüße
    Susanne

  3. zimtsterni sagt:

    Also ich kannte das Buch vor deiner Rezi nicht und werde es mir auch erstmal nicht kaufen. Vielleicht ist das was, was ich mir irgendwann mal ausliehen werde, weil uninteressant klingt es schonmal nicht.

  4. Nina sagt:

    @ Soleil
    Ich finde, das alte Cover hat die Grundstimmung besser eingefangen, auch wenn das Feenhafte der neuen Variante sicher auch hübsch aussieht. Zumal Grün ja auch meine Lieblingsfarbe ist. ;)

    @ Susanne
    Na, da bin ich ja gespannt, was du dazu sagen wirst! :D

    @ zimtsterni
    Uninteressant ist es auch nicht, nur der Anfang… :roll: Eine dringende Kaufempfehlung kann ich daher leider nicht aussprechen, aber wenn du es dir ausleihen kannst, lies ruhig mal rein und teste an, wie du damit klar kommst! Schlecht ist das Buch ja nicht.

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