[Rezension] Rowling, J.K. – Die Märchen von Beedle, dem Barden

Originaltitel: The Tales of Beedle the Bard
Genre: Kinder- und Jugendliteratur
Reihe: ergänzend zu ‘Harry Potter’
Verlag: Carlsen (2008)
Übersetzung: Klaus Fritz
ISBN: 9783551599995
Seiten: 128
Website der Autorin: www.jkrowling.com

Kurzbeschreibung

«Die Märchen von Beedle, dem Barden» ist ein Band mit fünf Geschichten, den Hermine Granger in «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» dem siebten und letzten Band der Reihe, aus dem Nachlass von Albus Dumbledore erhält. Die Märchen enthalten entscheidende Hinweise für Harry Potters letzte Mission, die Zerstörung von Lord Voldemorts Horcruxen. Nur eine der Geschichten – «Das Märchen von den drei Brüdern« – wird im Buch nacherzählt. Die anderen vier sind in den «Märchen von Beedle, dem Barden» zum ersten Mal zu lesen.

Rezension

Was in der Muggelwelt die Gebrüder Grimm sind, ist in der Welt der Hexen und Zauberer Beedle, der Barde. Es gibt kaum ein Zaubererkind, das nicht mit seinen Märchen aufgewachsen ist und dabei gelernt hat, dass das Gute belohnt und das Böse bestraft werden muss. In soweit sind Beedles Märchen den Muggelmärchen gar nicht unähnlich, nur dass der Held in der Zaubererwelt nicht gegen böse magische Wesen bestehen muss, sondern der Erzähler selbst auf der Seite der Zauberer steht und seinen jungen Lesern versucht, spielerisch den richtigen Umgang mit der Magie beizubringen.

«Die Märchen von Beedle, dem Barden» sind Potter-Lesern seit dem 7. Band der Reihe ein Begriff. In diesem hatte Professor Dumbledore Hermine das Märchenbuch hinterlassen, «Das Märchen von den drei Brüdern» spielte beim Kampf gegen Voldemort bereits eine zentrale Rolle.
Das vorliegende Büchlein enthält neben dieser Geschichte noch vier weitere, bislang unbekannte Märchen, allesamt von Hermine Granger neu übersetzt und mit persönlichen Anmerkungen von Dumbledore versehen.
Diese wiederum werden durch Fußnoten von J.K. Rowling ergänzt, sodass der Leser das Gefühl hat, tatsächlich ein „echtes“ Märchenbuch in den Händen zu halten. Verstärkt wird dieses Gefühl noch durch die verschnörkelten, hübschen Illustrationen der Autorin.

Die Märchen selbst sind recht kurz, nett zu lesen und haben allesamt eine – für die damaligen Zustände im Potter-Universum – wichtige Aussage. Letztlich sind es aber die klugen, amüsanten Anmerkungen von Albus Dumbledore, die den Charme des Buches ausmachen. Sie vermitteln dem Leser nicht nur ein paar interessante Zusatzinformationen, sondern erwecken den herzigen Charakter des beliebten Schulleiters für wenige Momente noch einmal zum Leben.

Diejenigen, die «Harry Potter» nicht gelesen haben, werden mit dem Buch wenig bis gar nichts anfangen können. Für Potter-Fans ist es jedoch eine kleine Ergänzung, eine schöne Gelegenheit, noch einmal in die Welt um den Zauberlehrling eintauchen zu können. Wenn auch nur kurz, denn die etwas über 100 kleinen, groß bedruckten Seiten sind schneller gelesen, als einem lieb ist.

FAZIT: Ein feines Leseerlebnis für Zwischendurch, dessen Erlös der Children’s High Level Group zugute kommt.

4sterne.jpg

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Rezensionen und getaggt als . Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.

7 Responses to [Rezension] Rowling, J.K. – Die Märchen von Beedle, dem Barden

  1. Stadtelch sagt:

    Wir haben uns die englische Version in der Sonderedition bei Amazon gegönnt – wegen der Optik und auch dem guten Zweck. Da aber unser Englisch not very good ist – die deutsche Version direkt mit.
    Unser Sohn hat alle Harrys gelesen und so weiß er worum es da geht…

  2. Nina sagt:

    Und, hat euch das Buch gefallen? Die Sonderausgabe ist wirklich hübsch, war mir persönlich dann aber doch zu teuer.

  3. Stadtelch sagt:

    Mein Sohn hat sie verschlungen, also die deutsche Version. Die englische steht ehrlich geschrieben nur so rum und sieht gut aus.

  4. Nina sagt:

    Hat die nicht auch so ‘nen Samtbezug oder hab ich das geträumt?! Dann sieht sie nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch gut an. ;)

  5. Stadtelch sagt:

    Geträumt? Wahrscheinlich nicht richtig gesehen.

    Das eine “Buch” ist aus Holz mit Kunstleder überzogen – Format “Telefonbuch Berlin”. Innen ist dieses mit Samt ausgeschlagen und hat dort eine Vertiefung. In dieser Vertiefung ist ein Samtbeutel mit dem eigentlichen Buch. Dieses ist so groß wie deine Version, jedoch auch mit Kunstlederbezug und kleinen Metallornamenten (Totenkopf und Metallbeschläge).

  6. Stadtelch sagt:

    Schau mal hier:
    http://www.amazon.de/gp/product/0956010903/sr=8-2/qid=1248801238/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me=&qid=1248801238&sr=8-2&seller=

    Mittlerweile hat sich der Preis auch ganz schön erhöht, da versuchen welche echt nen schnellen Euro damit zu machen…

  7. Nina sagt:

    Och, so falsch lag ich ja gar nicht mit dem Samt und der Vorstellung, dass sich das Buch bzw. das ganze Dings drumrum gut anfassen lässt. ;)
    Ich hab’s in real aber auch noch nicht gesehen, aber dank deiner Beschreibung und den Fotos hab ich jetzt auf jeden Fall ‘ne gute Vorstellung. Jaa, macht schon ordentlich was her. :)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>