und der kernige Boris die Fanfare des Königs.
Nach der verpassten «Lucian»-, der ausgefallenen «Heaven»- und der übervollen «Arkadien»-Lesung war unsere letzte Chance um 16 Uhr die Lesung von Boris Zatko und seiner «Anna Fink», die 2007 den BoD-Award gewonnen hatte und nun mit vielen neuen Illustrationen des Autors und in gebundener Form beim Baumhaus-Verlag neu aufgelegt wurde.
Wirklich gelungen war die Organisation der Veranstaltung jedoch nicht. Erst wurde sie kurzfristig um knapp eine halbe Stunde verschoben, ohne dass die Zuschauer darüber informiert worden wären und dann musste aufgrund der Verspätung der Lesepart auch noch ausfallen.
Stattdessen beschränkte man sich auf eine Präsentation des Buches, bei der die etwas übermotivierte Moderatorin das Buch zwar lautstark anpries, den Autor selbst aber kaum zu Wort kommen ließ.
Auch die anschließende Verlosung ging ziemlich schnell über die Bühne; noch dazu alles so zwischen Tür und Angel, dass die arme Anna leider nicht so wirklich die Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie verdient hätte.
Wichtige Fragen, etwa nach dem zweiten Teil, der im Herbst nächsten Jahres erscheinen soll und in dem Anna heftigst pubertiert, konnten dann allerdings nach der Veranstaltung geklärt werden, denn Boris ließ sich noch sehr viel Zeit für seine Leser, signierte fleißig und zeichnete jedem noch eine kleine Randfigur aus dem Roman in sein Buch.
Außerdem erzählte er, dass er persönlich auch mal im Besitz eines roten Koffers war – leider ohne Flugmodus – und dass er sich in diesem Punkt von der tschechischen Kinderserie «Die Märchenbraut» inspirieren ließ.
Wie auch schon Isabel Abedi merkt man Boris Zatko seine Freude am Schreiben und Zeichnen einfach sofort an, sodass sich diese sogleich auch auf den Leser/Zuschauer überträgt.
Ein «kerniger Typ» halt (um es mit den Worten einer netten älteren Dame aus dem Publikum zu sagen), den Ihr demnächst übrigens auf erlesen.tv sehen/hören könnt. Sobald die Lesung online ist, sage ich Euch natürlich noch mal Bescheid. In der Zwischenzeit könnt Ihr Euch aber schon mal die erlesen-Lesung von Isabel Abedi ansehen, wenn Ihr mögt.





Schade, dass die Veranstaltung nicht so toll war, die Anna hätte es auf alle Fälle verdient! (Argh und wieder werde ich daran erinnert, dass ich schon seit 2 Monaten die Rezi dazu geschrieben haben wollte *hüstel*), aber umso besser, dass sich Boris danach noch Zeit für seine Leser genommen hat und vorallem dass er jedem noch eine kleine Figur ins Buch gemalt hat…
Oh, dann halte ich mal die Augen offen, wann er bei erlesen.tv zu sehen ist
Boris’ Einsatz war unermüdlich. Da muss man dann zwar ein bisschen warten, bis man dran ist, aber es lohnt sich auf alle Fälle.
Für ihn und das Buch hat es mir einfach leid getan, dass die Organisation nicht so dolle war. Da hat sich der Verlag selbst auch keinen Gefallen mit getan, denke ich.