Seit gestern bin auch ich stolze Besitzerin einer Leselotte, denn zu Weihnachten gab es zwar nur ein einziges verspätetes Buchgeschenk, dafür aber einen 20-Euro-Gutschein aus meiner Buchhandlung. Die perfekte Gelegenheit für mich, günstig an eine Leselotte zu kommen, denn selbst kaufen (für knapp 30 Euro) wollte ich sie mir nie.
Was ist eine Leselotte überhaupt?
Die Leselotte ist eine Lesehilfe, die in Form eines mit Styroporkugeln gefüllten Kissens daherkommt, auf dem mittels Klettband ein Umschlag befestigt wird, in den man ein Buch einschlagen kann, sodass man dieses beim Lesen nicht mehr in der Hand halten muss.
Für jemanden wie mich, der auch beim Essen oder Haare fönen liest, eine äußerst praktische und sehr bequeme Sache.
Weitere Informationen gibt es auf der Herstellerseite www.leselotte.com.
Der erste Eindruck
Nachdem ich aufgrund von Feiertagen und einem Missverständnis beim Zwischenhändler fast zwei Wochen auf sie gewartet hatte, war ich zunächst erstmal froh, als die Lotte gestern endlich ankam.
Bei näherer Betrachtung stellte sich dann aber gleich wieder Ernüchterung ein, denn die Nähte des Kissens sind sehr lieblos und unsauber verarbeitet.
Größtes Manko für mich ist allerdings die Tatsache, dass die Styroporkugeln im Kissen nicht noch einmal ummantelt sind. Für den Preis – und wir reden hier immerhin nur vom Standardset – hätte man das wirklich erwarten können, denn so hätte man die Lotte nicht nur besser waschen können, sondern die Kügelchen würden einem auch nicht entgegen kullern, wenn sich z.B. mal eine Naht lösen sollte.

Die Lotte im Gebrauch
Bei all der Kritik an der Qualität – dass die Leselotte ungemein praktisch ist, lässt sich nicht bestreiten.
Bei dickeren (und somit schwereren) Büchern muss man zwar erst etwas hin- und herdrücken, bis man den gewünschten Winkel gefunden hat, dann aber steht dem bequemen Lesespass nichts mehr im Wege. Keine verkrampften Finger mehr, keine schmerzenden Handgelenke…
Und auch meine Angst, das (vorsichtige!) Einlegen des Buches in den Schutzumschlag würde Rillen im Buchrücken hinterlassen, war völlig unbegründet.
Darüber hinaus scheint der Umschlag des Standardsets mit den Maßen 21 x 15 cm – obwohl ich anderes gehört habe – völlig auszureichen. Zumindest für mich.
Für alle anderen gibt es für besonders großformatige Hardcover bei Bedarf einen 25 x 20 cm großen XL-Umschlag, den man für 9,50 Euro nachbestellen kann.
Mein persönliches Fazit
In den nächsten Tagen werde ich mich sicherlich noch einige Male darüber ärgern, dass 30 Euro ein ganz schöner Batzen Geld sind für etwas, das von Verarbeitung und Material kaum so viel wert sein dürfte.
Wenn die Lotte im täglichen Einsatz sein wird, werde ich den anfänglichen Unmut aber vermutlich hoffentlich bald vergessen können.




Ja, das stimmt. Der Preis ist nicht unbedingt gerechtfertigt, wenn man sich das Material ansieht. (von schlechten Nähten, etc. hab ich keine Ahnung, also weiß ich nicht, ob dass nur bei deiner ist oder bei allen, aber damit hatte ich bisher kein Problem). Und ich denke, Leute, die Nähen können, können sich garantiert ganz einfach selbst eine machen…
) kenne und somit eh darauf angewiesen bin und 2. hab ich sie ja eh zum Geburtstag bekommen
Aber gut, im Endeffekt hat mich das jetzt nicht soo gestört, weil ich 1. eh nicht nähen kann und niemanden (außer z.B. du
Aber dennoch lieb ich meine Lotte und werd sie sicherlich nicht hergeben
Ich drücke die Daumen, dass du und deine gelbe Lotte euch noch anfreunden könnt
Also ich lasse auf meine Lotte ja nix kommen
Auch wenn ich sie geschenkt bekommen habe, so kann ich nur sagen, dass bei meiner die Nähte vollkommen okay sind. Vielleicht hast du mit deinem Exemplar ein Montagsexemplar erwischt? Ich habe die Lotte ja jetzt schon seit ein paar Monaten und seitdem habe ich wirklich JEDES Buch damit gelesen und sie funktioniert noch einwandfrei wie am ersten Tag.
Übrigens habe ich festgestellt, dass sie sich auch wunderbar dazu eignet, eine “Loseblattsammlung” (evtl. ein Manuskript) zu lesen. Da pack ich mir die Leselotte (wie immer, da ich auf dem Rücken liegend lese) auf den Bauch, den Papierstapel einfach davor und schwuppdiwupp kann man wunderbar lesen und gleichzeitig Notizen aufs Papier machen.
Ich hatte mir den XL-Umschlag übrigens auch noch dazu gekauft, denn meine großen, gebundenen Bücher passen nicht in den kleinen Umschlag.
Ich hoffe, Ihr beide freundet Euch genauso an!!
LG,
Kossi
Ich hatte an anderer Stelle auch noch was über die Verarbeitung geschrieben, von daher zitiere ich mich gerade mal selbst.
Ehrlich gesagt gehe ich auch davon aus, dass sich die Lotte bald schon unverzichtbar machen wird, aber im Moment ärgere ich mich eben noch was über den Preis.
Hi Nina,
ich hab letztes Jahr eine Leselotte zum Geburtstag geschenkt bekommen und ich bin vollauf zufrieden mit ihr. Die Verarbeitung ist bei meiner Leselotte eigentlich ganz gut..das einzige was mich stört ist das die ziemlich dicken Bücher nicht in den Umschlag passen und ich so für diese Bücher meine Lotte nicht verwenden kann >.
Huhu Nina, ich weiß gar nicht, welches Loch du meinst. An meiner Lotte sind einfach nur normale Nähte und halt dieses Klettband. Sonst ist mir nix Außergewöhnliches aufgefallen. Aber es mag daran liegen, dass ich selber nicht nähe
LG,
Kossi
@Bella: direkt beim Hersteller kannst du einen XL-Umschlag für die großen Bücher kaufen. Ich meine, er kostet 9,95 Euro. DA passen dann echt ALLE Bücher rein. Sogar “Die Stadt der träumenden Bücher” passte bei mir rein und da war immer noch ein kleines bisschen Platz
Hi Nina!
Ich weiß was du meinst, bei meiner ist auch eine ziemlich Naht auf rechts, die man schöner hätte machen können, aber da ich selbst nicht nähe, ist mir die Verarbeitung wurscht
Ich glaube man bezahlt (wie bei so vielen Dingen) auch eher die Idee als das Material…
Übrigens hatte ich komischerweise noch kein Buch, das nicht in den normalen Umschlag der Lotte gepasst hätte, der Gummizug lässt sich ja auch ein wenig dehnen
Viele liebe Grüße
Katrin
Ich bin auch begeistert von der Leselotte, allerdings hab ich meine nicht gekauft, sondern selbstgenäht.
http://www.flickr.com/photos/sasy/3954004064/
Ist vom Prinzip her aber dasselbe und für etwas schwerere Bücher ist sie einfach ideal – endlich keine verkrampften Finger mehr.
Ein einfaches aber scheinbar gut funktionierendes Prinzip! Ich weiß zwar nicht, ob ich mir das wirklich leisten wollte – mir fällt jetzt außer beim Essen kein wirklich wichtiger Verwendungszweck ein, aber vielleicht kann ich ja jemanden von meinen Freunden oder Familie überreden, mir sowas zu basteln
also ich find das ja auch ganz praktisch, aber so ganz “freihändig” kann man doch dann trotzdem nich lesen, oder?
wenn ich ein taschenbuch aufschlage, dann bleibt es selten so liegen sondern blättert “automatisch” zurück oder geht direkt wieder zu. versteht ihr was ich meine?
das heißt also, dass ich immer noch eine hand auf die seite legen muss, damit da nix blättert, oder?
So wird es wohl (leider) sein. Aber auch wenn ich vielleicht mal wieder überkritisch rüberkomme – für den Preis konnte ich diese Kritikpunkte nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.
@ Sasy
Ich hatte auch schon mit der Idee geliebäugelt, mir einfach selbst eine zu nähen, aber irgendwie hat mich das Original schon so lange gereizt. Und als dann der Gutschein kam… Heute wäre ich schlauer und würde mich selbst an die Nähmaschine setzen.
Hübsch!
Aber ich will auch nicht zu sehr gegen die Lotte hetzen. Ich mag sie – wie erwartet – von Tag zu Tag mehr. Selbst die olle gelbe Farbe, die ich anfangs gar nicht wollte.
@ Bella
Wie Kossi schon sagt bzw. wie ich in meinem Testbericht auch erwähnt hatte – es gibt einen XL-Umschlag für richtig große Bücher. Zu beziehen u.a. über die Herstellerseite für 9,50 Euro.
@ maria
Richtig, ganz freihändig lesen geht auch mit dem Lottchen nicht. Du musst schon noch eine Hand auf die Seiten legen, damit sie sich nicht umblättern. Zumindest bei Taschenbüchern ist das so.
Ein großer Vorteil ist aber trotzdem, dass man das Buch eben nicht selbst halten muss. Das ist schon sehr bequem.
@ eliterator
Beim Essen ist das Teil echt genial!
@Nina & maria: Freihändig geht bei Taschenbüchern auch, wenn man ein/zwei dünne Gummibänder ganz außen über die Seiten zieht (ich muss davon bei Gelegenheit mal ein Foto machen), aber das artet beim Umblättern immer in ein Gefriemel aus.
also ich hab heute mal mein Ikea-Herzkissen als Leselotte missbraucht. *g* das klappt sogar. zumindest bei Hardcoverbüchern sehr bequem, wenn man sitzt/halb auf der Couch light.
@ Sasy
Stimmt, das wäre sicher eine Möglichkeit. Allerdings eher für Langsamleser, oder? Wenn man schnell liest, stelle ich mir das sehr umständlich vor. Und so schlimm finde ich es eigentlich auch gar nicht, eine Hand auf dem Buch zu lassen.
@ Verena
Im Prinzip ist die Leselotte ja auch »nur« ein Kissen. Nur dass das Buch dank des Umschlags eben richtig fest drauf liegt. Versuch dich doch mal an einer! Eine Nähmaschine hast du ja.
Ich lese grundsätzlich auf dem Rücken liegend, lege mir die Lotte auf den Oberbauch und zwar so, dass mein körpereigener “Airback” die Seiten des Buches offen halten
Das geht nicht bei jedem Buch, aber bei vielen. Und bei denen, bei denen es NICHT geht, lege ich halt einfach eine Hand locker leger vor das Buch.
Und ich wollten noch erwähnen, dass ich schon längere Zeit eine doofe Verletzung am Arm bzw. an der Hand habe, so dass ich ohne die Lotte gar kein Buch mehr halten könnte. Seitdem hat sie sich echt super bewährt. Hach…. Ich glaube, ich würde sie sogar heiraten
LG,
Kossi
habe auch eine zu Weihnachten bekommen. Daher stört mich das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht wirklich
Bin bis jetzt sehr zufrieden, ist wirklich viel bequemer und auch ein echter Hingucker für jemanden, der es nicht kennt.
Gerade bei dicken Hardcovern merkt man den Unterschied, weil das anstrengende Halten wegfällt.
@ Kossi
Stimmt. Wenn man ohnehin schon Probleme mit dem Handgelenk, Arm etc. hat, ist die Leselotte echt eine tolle Hilfe.
Interessant finde ich übrigens, dass kritische Stimmen bislang nur von Leuten kamen, die die Lotte selbst gekauft haben bzw. kaufen wollen.
Da merkt man schon, dass man eben pingeliger wird, wenn es ans eigene Geld geht.
ich könnte wirklich mal eine Leselotte nähen… wäre keine schlechte Idee.
Ich bin ja auch ehrlich: Hätte ich sie nicht geschenkt bekommen, hätte ich sie nicht gekauft, weil ich nicht geglaubt hätte, dass das Teil wirklich was bringt. Aber dann würde ich immer noch eingeschlafene Arme und eiskalte Hände haben und könnte den tollen Lesegenuss nicht so sehr genießen, wie jetzt
Saphirblau passt übrigens nicht in meinen kleinen Umschlag. Ich persönlich mag es nicht, wenn ich die Gummis so ausleiern würde und deshalb bin ich froh, dass ich den XL-Umschlag habe.
So, ich geh dann mal lesen und lottern
LG,
Kossi
Ich hab auch eine orange Leselotte. Es hab lange gedauert bis ich mir eine zugelegt habe, weil sie ja nicht ganz so billig ist. Was ist nur schade finde ist, dass ich sie nicht so oft benutze. Taschenbücher hab ich noch gar keines hineingeklempt. Weiß nicht, ob das dann so gut funktioniert, oder ob der Rücken des Buches dann so geknickt wird. Hardcover hab ich nicht so oft. Aber wenn ich eines lese, dann wird es in die Lotte gesteckt.
Gruß
Novia
Ich möchte ja auch eine. Mal sehn, ob ich bei Mellis Challenges Glück habe. Ansonsten hoffe ich auf Geburtstag. Dann allerdings ne Schmuserolle. Oder ich nehm weiter das alte Stillkissen her *G*
@ Verena
Aber dann Fotos bitte!
@ Kossi
»Saphirblau« hätte wirklich nicht in den Standard-Umschlag gepasst, aber als ich das Buch gelesen habe, hatte ich die Lotte noch nicht. Und da ich persönlich Taschenbücher in aller Regel bevorzuge, werde ich den XL-Umschlag wohl nicht brauchen. Wer allerdings viele Hardcover liest, der wird um ihn wohl nicht herumkommen. Bringt ja nichts, gerade die schweren Bücher dann doch ohne Leselotte schmökern zu müssen.
@ Novia
Ich hab’s mit diversen Taschenbüchern ausprobiert: Wenn man sie vorsichtig unter die Gummis klemmt, passiert dem Rücken – zum Glück – nichts.
@ Tine
Ich drück dir die Daumen!
Hallo Nina,
und bist du immer noch zufrieden mit deiner Leselotte?
Gruß
Matthias
Hallo Matthias,
jepp. Bin ich.