[Zwischenbericht] »Gezeichnet. House of Night«

von P.C. und Kristin Cast

Wow. Bram Stoker von einer seiner Figuren als »alten Idioten« bezeichnen zu lassen (S. 312) ist, wenn man selbst ziemlich dreist im Ideenpool anderer fischen muss, schon ein starkes Stück.

Und ob Shania Twain und Faith Hill wissen, dass sie in dem Buch zu Vampyren gemacht werden, würde mich auch interessieren.

Aber noch mal zu der Sache mit der, sagen wir, Inspiration. Mir ist klar, dass man das Rad nicht neu erfinden kann und intertextuelle Bezüge können hier und da ganz sicher den Unterhaltungswert steigern. Aber zu auffällig sollte es dann doch nicht sein.

Ein paar Beispiele:

  • Zoeys besonders auffälliges Mal auf der Stirn erinnert stark an die Blitznarbe eines bekannten Zauberlehrlings.
  • Zoey ist eine Auserwählte. Wie der Blitznarbenjunge.
  • Indianermagie. Indianer? War da nicht… Ach ja, Jakob Black.
  • Wie schon Harry findet auch Zoey im Internat eine neue Familie, wobei ihr »Stiefpenner« sehr an Onkel Vernon erinnert, der von einer Zauberer-/Vampirschule nichts wissen will.
  • Und einen weiblichen Malfoy, der Menschen verabscheut, gibt es auch.
  • Über den wunderwunderschönen Vampyr names Edward Erik, in den sich Zoey gleich verguckt, rede ich erst gar nicht.

Muss das wirklich sein?

6 Responses to “[Zwischenbericht] »Gezeichnet. House of Night«”

  1. Rici Says:

    Schau mal, hier ist meine Rezension zum Buch:

    http://www.wunderweib.de/starsundfreizeit/kultur/artikel-1057363-kultur/AUSgezeichnet.html

  2. Stefanie Emmy Says:

    Wird ja immer noch schlimmer.
    Definitiv, das Buch nehm ich nicht nochmal in die Hand - gut, dass ich damals nicht weitergelesen hab. Werde gleich mal bei booklooker den Preis runterschrauben, vl nimmt mir das Buch ja doch noch jemand ab. Die Hoffnung lebt. ;)

  3. Miss Temple Says:

    Ich frag mich dann immer ob das keiner merkt bzw sich niemand daran stört. Aber hey, Eragon ist ja auch erfolgreich… ;)

  4. Kathrin Says:

    Es gibt doch in jedem Buch die “besondere” Protagonistin / den “besonderen” Protagonisten, den heißen Typen bzw. die wunderhübsche Frau und das absolute Ekel. Das ist nun mal das Schema, nach dem Bücher funktionieren. Das muss man nicht unbedingt an Harry, Twilight usw festmachen… ;-)

    Das gibt es schon seit Jahrzehnten und es wird sich nie ändern. Was die Bücher im Endeffekt ausmacht ist die Art, in der sie geschrieben sind, und das finde ich bei der House of Night-Reihe richtig gut (ich bin mittendrin, nicht erst am Anfang des ersten Bandes).

  5. Nina Says:

    Nur um das mal klarzustellen: Ich habe ganz sicher nicht nach diesen Parallelen gesucht. Im Gegenteil haben sie sich mir derart aufgedrängt, dass ich kopfschüttelnd über dem Buch saß und mich gefragt habe, wie so was sein kann/darf.

    Und was die Art angeht, in der die Bücher geschrieben sind (wobei ich mich natürlich nur auf Band 1 beziehen kann): Ein Schreibstil auf unterstem Niveau, stereotype Figuren, wenig Handlung durch ständige Wiederholungen aufgebauscht… Tut mir leid, damit kann ich einfach nichts anfangen.

    Was aber natürlich nicht heißt, dass ich Fans der Reihe nicht ihren Spaß gönne! Nicht, dass hier jemand auf falsche Gedanken kommt. ;)

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