Daily Archives: 12. März 2010

[kurz gefragt] Anni Bürkl

crime-03-2.jpgAnni Bürkl ist Wienerin des Jahrgangs 1970 und nach eigener Aussage ein typischer Zwilling.

Seit 1991 ist sie als Autorin, Journalistin, Ghostwriterin und Lektorin tätig, seit 2001 freiberuflich.
2003 erhielt sie den Theodor-Körner-Förderungspreis.

Sie ist u.a. Mitglied bei den »Mörderischen Schwestern«, ist nach ihrem Studium an der Universität in Wien eine Magistra phil. und hat ein Faible für das Ausseerland und guten Tee.

Schwarztee, 2009 im Gmeiner-Verlag erschienen, ist ihr erster Salzkammergut-Krimi um die Hauptfigur Berenike Roither. Der Nachfolger »Ausgetanzt« soll diesen Sommer erscheinen.

Weitere Informationen über die Autorin, ihre Bücher, Schreibseminare etc. findet Ihr unter www.texteundtee.at.

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Was magst Du besonders am Beruf der Schriftstellerin und was gefällt Dir weniger gut?

Das Schreiben selbst ist bereichernd, der kreative Umgang mit dem, was Menschen so erleben und einander antun.
Was weniger gut tut, ist der Umgang vieler Leute in der Buch- und Verlagsbranche. Der Umgang mit den Schreibenden sollte von weit mehr Wertschätzung getragen sein – sie sind es doch, die die Geschichten liefern!
Wenn ich Kreatives Schreiben unterrichte beziehungsweise in meiner Schreibberatung übe ich einen wertschätzenden und zum Weiterschreiben ermutigenden Tonfall – deswegen kann man genauso gut einen Text kritisch begutachten und neue Möglichkeiten der Verbesserung aufzeigen…

Wo bzw. wann kommen Dir die besten Ideen? Gibt es eine bestimmte Tageszeit, zu der Du am liebsten schreibst?

Meine Schreibzeiten variieren, irgendwas zwischen späterem Vormittag und maximal 22 Uhr, so in etwa. Gerne schreibe ich im Sommer in der Natur oder auch im Kaffeehaus.

Was findet man immer auf Deinem Schreibtisch? Arbeitest Du direkt am PC oder schreibst Du per Hand vor?

Ich habe eine Mischform – Ideen und grobe Entwürfe notiere ich handschriftlich, zu diesem Zweck habe ich immer ein hübsches Notizbuch bei mir (A5). Konkrete Konzept- und Textarbeit geschieht dann am PC. Auf meinem Schreibtisch finden sich außerdem ein paar hübsche Postkarten, ein Rosenquarz und natürlich Bücher, Stifte und dergleichen.

Gibt es eine Figur in Deinen Romanen, die Dir besonders am Herzen liegt?

Da bin ich wie eine gute Mutter – ich will keine bevorzugen! :)

Woran arbeitest du gerade?

An meinem 2. Kriminalroman, dessen Erscheinen im Sommer 2010 geplant ist. Er wird gerade lektoriert und bearbeitet.

An welches Buch erinnerst Du Dich spontan, wenn Du an Deine Kindheit denkst?

Die 3 ??? habe ich immer gern verschlungen, dann später auch Agatha Christie…

Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

»Der Glasmaler und die Hure«, ein historischer Roman aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Und ich war erschüttert über die Kriegsführung, über die Söldnerheere und auch darüber, dass offenbar ein Mord kaum je verfolgt wurde…

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Vielen Dank, liebe Anni, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und freue mich schon auf Berenikes 2. Fall.