Kerstin Gier wurde 1966 geboren. Knapp 30 Jahre später erschien ihr erster Roman Männer und andere Katastrophen, der mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt wurde.
2005 wurde ihr Roman Das unmoralische Sonderangebot mit der DeLiA für den besten deutschsprachigen Liebesroman ausgezeichnet.
Seitdem hat Kerstin Gier – teilweise auch unter Pseudonym – unzählige weitere Romane geschrieben, wie etwa Die Müttermafia, Für jede Lösung ein Problem und In Wahrheit wird viel mehr gelogen.
Mit der Zeitreisetrilogie (Rubinrot, Saphirblau und bald auch Smaragdgrün) ist ihr nun auch im Bereich der Jugendfantasy ein großartiger Erfolg gelungen, der demnächst verfilmt wird.
Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Bergisch Gladbach.
Weitere Informationen über Kerstin und ihre Bücher findet Ihr unter schon bald unter www.kerstingier.com.
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Was magst Du besonders am Beruf des Schriftstellers und was gefällt Dir weniger gut?
Ich liebe es, im Schlafanzug zu schreiben, morgens früh, gleich nachdem mein Sohn zur Schule gegangen ist, die Dialoge laut vor mich hinzusprechen, um zu hören, ob sie auch wirklich funktionieren, der Katze oder dem Mann eine besonders gelungene Szene vorzulesen und nachts um halb drei zufrieden den PC runterzufahren, wenn man das angestrebte Tagespensum endlich geschafft hat.
Nicht so schön: Zu merken, dass die Zeit bis zur Deadline nicht reicht, mitten im schönsten Schreibfluss von irgendetwas unterbrochen zu werden und am allerschlimmsten: Unzufrieden im Manuskript herumstochern und alles wieder über den Haufen schmeißen…
Wo bzw. wann kommen Dir die besten Ideen? Gibt es eine bestimmte Tageszeit, zu der Du am liebsten schreibst?
Die Ideen kommen, sobald ich mal allein bin und meinen Gedanken nachhängen kann. Wenn sie irgendwann nicht mehr von allein da sind, höre ich auf zu schreiben.
Was findet man immer auf Deinem Schreibtisch? Arbeitest Du direkt am PC oder schreibst Du per Hand vor?
Mein Schreibtisch ist im Idealfall leer geräumt, nur ein Block Papier und Stifte liegen neben der Tastatur. Ich schreibe den Text zwar direkt in den PC, aber die Kapitelaufteilung mache ich per Hand, jede einzelne Szene erhält eine Karteikarte. Die werden zum gegebenen Zeitpunkt wie ein Puzzle auf dem Boden ausgebreitet, in die richtige Reihenfolge gebracht und durchnummeriert. Nur Sitzordnungen für Hochzeiten mit vielen miteinander verfeindeten Personen sind noch kniffliger.
Gibt es eine Figur in Deinen Romanen, die Dir besonders am Herzen liegt?
Carolin aus »In Wahrheit wird viel mehr gelogen« ist mir bis jetzt von allen Figuren am nächsten gekommen, mit keiner anderen Figur habe ich bisher so mitgefühlt. Vielleicht auch, weil es die erste Figur in meinen Büchern ist, die etwas Schlimmes erleben musste. Aber ich liebe natürlich ALLE meine Figuren, auch die bösen.
Woran arbeitest Du gerade?
»Smaragdgrün«, der dritte Band der Zeitreisetrilogie muss im Juli fertig sein.
An welches Buch erinnerst Du Dich spontan, wenn Du an Deine Kindheit denkst?
»Die Brüder Löwenherz« von Astrid Lindgren.
Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?
»Der König der Komödianten« von Charlotte Thomas. Ich habe es bereits als Manuskript gelesen, dann noch mal als Leseexemplar. Als es nun als gebundenes Exemplar mit der Post kam, wollte ich nur mal schnell hineinschauen, das schöne Vorsatzblatt und die Widmung (für mich
) bewundern – und habe mich sofort wieder festgelesen. Es ist so ein wunderbarer, außergewöhnlicher Roman!!
Davor habe ich EREBOS von Ursula Podnanski gelesen, das mir ebenfalls sehr gefallen hat, ein unglaublich spannender, toll geschriebener Jugendroman.
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