Originaltitel: Uncle Montague’s Tales of Terror 
Genre: Kinder-/Jugendliteratur
Reihe: Tales of Terror (1)
Verlag: Berlin Verlag (2o1o)
Übersetzung: Beatrice Howeg
ISBN: 9783827053718
Seiten: 222
Website des Autors: www.chrispriestley.blogspot.com
Kurzbeschreibung
Onkel Montague lebt allein mit seinem mysteriösen Diener Franz in einem düsteren alten Haus. Obwohl der Weg zu ihm durch einen unheimlichen Wald führt, besucht Edgar ihn sehr gerne, denn Onkel Montague scheint über einen unerschöpflichen Vorrat an Schauergeschichten zu verfügen. Doch je mehr von diesen Geschichten Edgar hört, desto unbehaglicher ist ihm zumute. Draußen wird der Nebel immer dichter, im Haus wird es immer kälter, und seltsame Geräusche sind zu hören. Was hat es mit diesen Geschichten auf sich? Woher kennt Onkel Montague sie und warum bewahrt er Gegenstände, die in den Geschichten vorkommen, in seinem Haus auf?
Rezension
Ein geisterhaftes Haus hinter dem Wald, umgeben von dichten Nebelschwaden, ein geheimnisvoller Diener, der ungesehen durch die kalten, dunklen Gänge schleicht, unheimliche Geräusche und ein Raum voller rätselhafter Gegenstände, die allesamt eine Rolle in den Schauergeschichten spielen, die Onkel Montague seinem neugierigen Neffen Edgar erzählt – Chris Priestley arbeitet mit klassischen Gruseleffekten und schafft mit einfachen erzählerischen Kniffen eine angenehm-gespenstische Atmosphäre, die auch dem erwachsenen Leser den einen oder anderen Schauer über den Rücken jagt.
Geschickt werden die jeweils wenige Seiten umfassenden Gruselgeschichten, in denen Kinder im Alter von Edgar auf mysteriöse Weise ums Leben kommen oder vor Angst fast den Verstand verlieren, in die Rahmenhandlung eingebunden.
Als Leser findet man sich schnell in der Position Edgars wieder, der den Geschichten des Onkels gebannt lauscht und natürlich vorgibt, sich überhaupt nicht zu gruseln, insgeheim aber doch ordentlich mit den Knien schlottert. Vor allem weil man sich fragt, warum der kauzige Onkel seine Erzählungen so ernst nimmt und Edgars Einwürfe, die Geschichten seien doch alle bloß erfunden, nur mit einem merkwürdigen Lächeln quittiert.
Mit jeder Geschichte lädt sich die Spannung immer mehr auf und am Ende schlägt einem das Herz ganz schön schnell, als man erfährt, in welchem Zusammenhang Onkel Montague mit seinen Erzählungen steht. Hier wäre in einem Punkt jedoch eine etwas umfassendere Erläuterung wünschenswert gewesen, sodass das Ende nicht vollends zufrieden stellend ist.
Trotzdem ist das Buch ein kurzer, aber gelungener Gruselspaß, der auf unblutige Art und Weise für Gänsehaut sorgt und an die Abende erinnert, an denen man sich als Kind gegenseitig Spukgeschichten erzählt und um den Schlaf gebracht hat.
FAZIT: Kleine, aber feine Gruselmomente, die Lust auf mehr machen. Unterstützt wird das Unbehagen des Lesers noch durch die düsteren Illustrationen von David Roberts.






2 Comments
Hört sich ziemlich interessant an und liegt damit direkt in meinem Einkaufswagen.
Leider benutz ich nur Amazon .. willst Du nicht neben bucher.de noch einen Amazon Link für die Bücher reinstellen?
An sich keine schlechte Idee, aber da ein Partnerprogramm reicht, um Cover und Klappentexte verwenden zu dürfen und ich mich damals bewusst für buecher.de entschieden habe, muss ich da leider passen. Auch wenn mir klar ist, dass amazon wahrscheinlich rentabler wäre.
Interessanter Name übrigens und schön, dass ich dein Interesse an dem Buch wecken konnte!