»Haben Sie auch Bücher für alte Leute?«
»Was genau meinen Sie denn? Ratgeber für Senioren? Oder doch eher Romane im Großdruck vielleicht?«
»Na, Bücher für Rentner eben. Sowas muss es doch geben. Es gibt doch auch total viele Kinderbücher. Da muss es doch auch Bücher für alte Leute geben. Halt was, das alte Leute lesen können.«
Dass man im höheren Alter vielleicht nicht gerade 1-Kilo-Wälzer in Mininmalsschriftgröße lesen möchte, kann ich ohne Weiteres nachvollziehen. Weswegen man sich allerdings nicht die Mühe macht, die ältere Dame/den älteren Herrn zu fragen, was sie/ihn denn thematisch interessieren könnte, verstehe ich nicht.



Hallo.
Hab soeben deinen Blog entdeckt und finde ihn toll. Ich lese zwar nicht so häufig, aber trotzdem sehr gerne.
Werde deinen Blog auf jeden Fall im Auge behalten und öfter mal vorbeischauen.
Liebe Grüße,
)
Herzprinzessin (CockailLiebe bei Twitter.
*prust*
Ja, ältere Leute können im Unterschied zu den kids schon lesen, haben oft auch schon viele Bücher gekauft/geschenkt bekommen und gelesen …
Aber ich nehme an, der Kunde wollte sich am sog. mainstream orientieren – also was sich musikalisch ‘Volksmusik’ nennt, da ein Großteil dieses Genre bevorzugt (warum auch immer ist mir unverständlich)
Hoffentlich ist keine Neuauflage der Romane aus dem Hedwig Courths-Mahler Fundus dabei herausgekommen …
So absurd finde ich die Frage gar nicht. Wenn man in ein Buchladen kommt und sagt, man suche ein Buch, was einen 12-jährigen Jungen interessieren könnte, wird man doch auch entsprechend beraten?
Ich finde, das ist so ein bisschen wie mit dem Kinder- und dem Seniorenteller. Sehr alte und sehr junge Menschen sind irgendwie “anders”.
Der Kunde oder die Kundin ging wahrscheinlich davon aus, dass es bestimmte Bücher gibt, die auf ältere Menschen zugeschnitten sind – eben mit älteren Protagonisten und Themen, die für Rentner relevant sind.
Welche alte Dame liest schon einen dieser Großstadtromane mit kecken Mit-Dreißigern, Party und Co.?
Und welcher Opa kann herzlich über “Vollidiot” lachen?
Das wären wohl die Ausnahmen.
Ich finde, ein Rentner-Genre wäre eine tolle Idee
Wenn jemand ein Buch für einen 12Jährigen sucht, frage ich aber auch, was für Interessen er hat und drücke dem Kunden nicht pauschal was Kindertypisches in die Hand. Hier wurde ja generell nach Büchern für alte Leute gefragt und nicht nach einem Buch, das speziell gefallen könnte. Vielmehr ging es einfach um etwas, das man lesen kann, wenn man alt ist. Und da denke ich: Was sollte man nicht lesen _können_? Kommt ja auf den einzelnen Typ an und nicht allgemein auf’s Alter.
Deine Beispiele finde ich da etwas unpassend, da diese Bücher ja (auch) auf eine spezielle Zielgruppe zugeschnitten sind. Klar kann man nach einem Buch suchen, in dem ältere Protagonisten unterwegs sind, aber es gibt mA genügend belletristische Autoren, die man in allen Altersklassen lesen kann. Je nach geistiger Fitness kann man dann ja schauen, ob es eher schwere oder leichte Kost sein soll, evtl. auch im angesprochenen Großdruck. Aber mit dem Begriff “Alteleutebücher” kommt man, meine ich, nicht weit.