[Rezension] Kinsella, Sophie – Mini Shopaholic

Originaltitel: Mini Shopaholic
Genre: Liebesromane & Frauenliteratur
Reihe: Shopaholic (6)
Verlag: Manhattan (2o1o)
Übersetzung: Jörn Ingwersen
ISBN: 9783442546466
Seiten: 463
Website der Autorin: www.sophiekinsella.co.uk

Kurzbeschreibung

Becky Brandon, geborene Bloomwood, hatte sich ihr Dasein als Mutter leichter vorgestellt.
Die zweijährige Minnie ist tatsächlich ein sehr lebhaftes, willensstarkes Kind – man könnte sie auch als Teufelsbraten bezeichnen. Ihr Lieblingswort ist »Meins!«, und eine Vorliebe für Markenartikel ist nicht zu übersehen.
Woher sie das nur hat? Becky jedenfalls kauft angesichts der Krise nur noch das Notwendigste – Handtaschen, Schuhe, Spielsachen für Minnie… Auch die Firma ihres Mannes leidet unter der Wirtschaftslage und um Luke aufzuheitern, plant Becky heimlich eine Party zu dessen Geburtstag.

Rezension

»Mini Shopaholic« ist bereits der 6. Teil der Reihe um Chaosqueen Becky Bloomwood Brandon und obwohl sie mittlerweile Mutter ist, dreht sich in ihrem Leben nach wie vor alles um eines: Shopping. Eventuelle Befürchtungen, Becky würde ab sofort nur noch Windeln kaufen, sind demnach völlig unbegründet.
Eine wirkliche Hauptrolle spielt Minnie, die 2jährige Tochter der Brandons aber ohnehin nicht. Vielmehr muss sie als Entschuldigung für exzessives Shopping herhalten und beweist mit ihrem ständigen Gequengel (»MEINS!!«), wie sehr sie nach ihrer Mutter kommt – die selbst allerdings niemals einsehen würde, dass ihr Töchterlein ganz schön verwöhnt ist.
Da kann nur noch Nanny Sue aus dem Fernsehen helfen. Das findet zumindest Luke, der aufgrund der schlechten Wirtschaftslage beruflich noch mehr unter Stress steht als sonst und darüber hinaus auch noch ein Shoppingverbot verhängt. Das trifft Becky natürlich hart, zumal ihr Arzt »Sleepshopping« auch nicht als anerkannte Krankheit verstehen mag. Eins will sie sich – trotz Finanzkrise – aber nicht nehmen lassen: Eine riesige Geburtstagsparty für ihren Liebsten zu organisieren. Unnötig zu sagen, dass sie dabei gewohnt zielstrebig auf ein einziges Fiasko zusteuert. Sie stößt nicht nur ihren Freunden und ihrer Familie vor den Kopf, sondern verstrickt sich auch in ein ziemlich heikles Netz aus kleinen Schwindeleien und größeren Lügen (schließlich soll die Party UNBEDINGT geheim bleiben).

Aber so anstrengend und unverbesserlich Becky auch ist, ich mag sie. Auch wenn sie andere Menschen mit ihrem Verhalten manchmal verletzt und man hin und wieder nur noch mit dem Kopf schütteln kann… Eigentlich hat sie ein gutes Herz und einfach nur einen etwas anderen, unschuldig-naiven Blick auf die Dinge, was letztlich ja auch den Reiz des Ganzen ausmacht.
Und ob man es glaubt oder nicht – in gewisser Hinsicht entwickelt sich Becky sogar ein ganz kleines bisschen weiter. Natürlich ist ihr Charakter immer noch überzeichnet und nicht alle Punkte in der Geschichte sind realistisch, aber dafür gibt es etliche urkomische Szenen – ob nun auf der Suche nach einer Nanny, beim Hauskauf, beim Tauschen von Klamotten, Trips in den Pound-Shop oder Besuchen im Einkaufscenter, die regelmäßig mit einem Hausverbot enden.
Darüber hinaus gibt es ein Wiedersehen mit sämtlichen lieb gewonnenen Nebenfiguren wie Suzie und Tarquin und natürlich Beckys Familie und Nachbarn, die alle ihren Auftritt haben und für weitere Lacher sorgen.
Ob sich das Konzept also irgendwann abgenutzt hat? Nicht, solange Sophie Kinsella daran schreibt. Auch wenn das Prinzip immer dasselbe ist – sie hat einfach ein großartiges Händchen für Situationskomik und vor allem eine unerschöpfliche Fantasie wenn es darum geht, ihre Heldin charmant von einem Debakel ins nächste stolpern zu lassen.

FAZIT: Nach zwei etwas schwächeren Teilen wieder ein richtiger Kracher. Sophie Kinsella trägt den Titel »Königin der romantischen Komödien« völlig zu Recht. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die nach dieser Überraschung am Ende ganz bestimmt schon in Planung ist.

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6 Responses to [Rezension] Kinsella, Sophie – Mini Shopaholic

  1. Merlindora sagt:

    Schöne Rezension! Ich lese das auch gerade, allerdings auf Englisch. Ich mag Sophie Kinsella im Original lieber. (und so ganz nebenbei passt es hervorragend als Januar-Buch für die English Challenge) :-)

  2. Nina sagt:

    Ich hab das Buch auch auf Englisch gelesen. Mag Kinsella im Original nämlich auch noch lieber und für die Challenge kam es mir natürlich auch gerade recht.

  3. hallo nina,

    “kracher” klingt gut. zumal mir die letzten beiden teile nicht soooo gefallen haben :(

    die rezension zu meinem januarbuch ist auch schon online. soll ich dir in zukunft einfach den link schicken?

    liebe grüße, monika

  4. Katha sagt:

    So, meine liebe Nina, nun bist du schuld, dass ich mir unbedingt Band 1 der Reihe kaufen musste! Und möglicherweise könnte es sogar das Januar-Englisch-Buch werden ;)

  5. Nina sagt:

    @ vielsagerin
    Die letzten beiden Teile fand ich auch schwächer – entweder, weil ich Becky zu anstrengend fand oder weil es zu viele Längen gab. Diesmal folgte aber wirklich ein Gag dem anderen und ich hab mich tierisch amüsiert.

    Die Rezensions-Links zu den Challenge-Büchern kannst du Katrin oder mir gesammelt im Dezember zusenden bzw. wir werden dann auch noch einen gesonderten Beitrag erstellen, unter den ihr die Links posten könnt.
    Ich gucke selbst auch regelmäßig auf den Teilnehmerseiten vorbei, aber jeden Monat 50 Links sammeln… Das wird mir zu aufwendig. ;)

    @ Katha
    Oh, da bin ich gespannt, wie es dir gefallen wird! :D Becky ist wirklich wirklich lustig.

  6. Sally sagt:

    Das Buch hab ich mir vorgemerkt, auch für die english Challenge :D
    Ich mag Becky auch, obwohl ich manchmal echt wütend mit den Augen rolle und sie so dermaßen schütteln will, dass ihr Kopf abfällt >.

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