++ HÖRBUCH ++ HÖRBUCH ++ HÖRBUCH ++ HÖRBUCH ++
Originaltitel: – 
Genre: Humor
Verlag: Hörbuch Hamburg (2oo9)
Übersetzung: -
Sprecher: Marc-Uwe Kling
ISBN: 9783869090177
Laufzeit: 121 min.
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Kurzbeschreibung
Marc-Uwe Kling lebt mit einem Känguru zusammen. Das Känguru ist Kommunist und steht total auf Nirvana. Die Känguru-Chroniken berichten von den Abenteuern und Wortgefechten des Duos und so bekommen wir endlich Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit: War das Känguru wirklich beim Vietcong? Und wieso ist es schnapspralinensüchtig? Könnte man die Essenz des Hegelschen Gesamtwerkes in eine SMS packen? Und wer ist besser: Bud Spencer oder Terence Hill?
Rezension
Eigentlich fängt alles mit ein paar Pfannkuchen an, die das Känguru backen möchte. Leider fehlen ihm aber dazu sämtliche Zutaten, die es sich kurzerhand von seinem Nachbarn Marc-Uwe leiht, bei dem es dann auch gleich einzieht.
Die Känguru-Chroniken erzählen vom Alltag der ungleichen Wohngemeinschaft. Einen roten Faden gibt es dabei nicht. Die Episoden umfassen jeweiligs nur wenige Minuten. Trotzdem ist das Tempo angenehm, man hat nicht das Gefühl, bloß von einem Gag zum nächsten zu hetzen. Zu Beginn waren mir die Witze allerdings etwas zu abgedroschen. Mit der Zeit traf der Autor meinen Humor aber immer mehr und bewies großartiges sprachliches und satirisches Talent.
Und das Känguru? Mit Marc-Uwe tauschen möchte man ganz gewiss nicht, aber als fiktive Figur begleitet man es unheimlich gern. Es hat nämlich nicht nur eine Vorliebe für Schnapspralinen, Aschenbecher und Nirvana, sondern auch recht radikale politische Ansichten und wenn es nicht gerade im Park kläffende Hunde weg tritt in ihre Schranken weist oder fragwürdige Klingeltöne vertreibt, raubt es Marc-Uwe mit seinen frechen Sprüchen den letzten Nerv.
Die mäßige Bewertung ist daher keinesfalls auf den Inhalt zurückzuführen, sondern auf die schlechte Qualität der Aufnahme, bei der es sich um einen Livemitschnitt einer Lesung handelt. Dass man immer mal wieder das Publikum lachen hört, ist an und für sich nicht verkehrt, aber der Klang ist leider ziemlich blechern.
Hinzu kommt die Angewohnheit des Autors, zum Ende eines jeden Satzes extrem in der Tonlage herunter zu gehen. Und manchmal nuschelt er auch. Das passt zwar zu seinem Typ bzw. zu der Figur, die er in den Erzählungen darstellt, und auch die Stimme des Kängurus bekommt er gut hin, aber auf Dauer wird das in Kombination mit der schlechten Tonqualität einfach anstrengend, sodass ich während des Hörens immer wieder Pausen einlegen musste.
FAZIT: Originell, sozialkritisch, intelligent und vor allem lustig. Ich freu mich schon auf Das Känguru-Manifest, das im August/September erscheinen soll. Das werde ich dann aber selbst lesen.
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