[Rezension] Michaelis, Antonia – Der Märchenerzähler

Kurzbeschreibung

Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Rezension

»Junge Frau«, sagte ein älterer Herr, der gerade mit seiner Frau am Arm die Cafétreppe hinuntergekommen war, »junge Frau, darf ich Ihnen mein Taschentuch geben? Sie weinen ja.«
»Oh«, sagte Anna. »Tatsächlich. Sehen Sie, und ich dachte, ich lache. So kann man sich täuschen.«

– Seite 126 –

Die 17jährige Anna lebt in ihrer eigenen Welt. Wohl behütet aufgewachsen kennt sie keine Sorgen. Auch das anstehende Abitur beunruhigt sie nicht. Anna ist eine Musterschülerin. Eine Mustertochter. Weil sie nicht jede Woche in einen anderen Jungen verliebt ist, wird sie von ihrer besten Freundin stets »mein Kind« genannt. Alles in Annas Leben ist absolut harmlos. Fragt man Anna allerdings, was sie bedrückt, so antwortet sie schlicht mit »die Welt«. (Pathetisch? Ach.)
Es ist daher kein Wunder, dass Anna irgendwann ein Auge auf Abel wirft. Abel, der von allen nur »der Kurzwarenhändler« genannt wird, weil er auf dem Pausenhof Drogen verkauft. Obwohl er Anna immer wieder zurückweist, verliebt sich das Mädchen in ihn, denn Abel ist mehr als der bedrohliche Typ, mit dem niemand etwas zu tun haben möchte. (Natürlich. Wer ist nicht mehr als das, was andere zu sehen meinen?) Er ist ein Geschichtenerzähler. Und ein Junge, der alles tun würde, um seine kleine Schwester zu beschützen…

Zunächst das Positive: Das Cover ist wunderschön und nicht nur auf dem Schutzumschlag abgebildet, sondern auch direkt auf den Einband gedruckt. Das hat man selten und es gefällt.
Ebenso wie der Schreibstil der Autorin, denn der hat ohne Zweifel Wiedererkennungswert. Antonia Michaelis schreibt melodisch, fast schon poetisch. Ein bisschen erinnert der Stil an Christoph Marzi ohne krude Metaphern und abgehackte Sätze.
Für das Märchen, das sie Abel erzählen lässt, hat sie damit den perfekten Ton getroffen. In den realen Parts wirkt ihre Sprache allerdings manches Mal aufgesetzt. Die Dialoge sind für die Bühne geschrieben, nicht für das Leben und der Reiz eigener Wortkreationen wie Winterstiefelspuren geht mit der Zeit verloren. Vor allem, wenn sie sich wiederholen. (Februargebüsch, Februarlicht, Februarwind…)
Trotzdem, erzählen kann Antonia Michaelis. Das zeigt auch der Handlungsverlauf, in dem sie Wahrheit und Fiktion geschickt miteinander verwebt und den Leser bis zum Schluss darüber im Unklaren lässt, wer wirklich für die Morde, die nach und nach geschehen, verantwortlich ist. Klar, eine Vermutung hatte ich und am Ende lag ich damit auch richtig, aber trotzdem hat es die Autorin immer wieder geschafft, mich zu verunsichern und meinen Verdacht ins Wanken zu bringen.

Warum dann also die schlechte Bewertung? Weil ich mich zu keiner Zeit mit den Figuren identifizieren konnte. So dramatisch ihr Schicksal ist, von der ersten bis zur letzten Seite sah ich sie (wie im Übrigen auch die Nebenfiguren) mit einer gewissen Distanz, konnte viele Handlungen nicht nachvollziehen, nicht begreifen. Bei dem Versuch, gesellschaftskritisch zu sein und scheinbar nach dem Motto Schlimmer geht immer die schrecklichste aller Realitäten abzubilden, ist Antonia Michaelis irgendwann sämtliches Feingefühl abhanden gekommen und sie hat dabei zwei theatralische und im Fall von Anna so unglaublich rückgratlose Charaktere geschaffen, dass es mich beim Lesen grauste. Was sollte die Szene im Bootshaus? Für die Geschichte war sie – wie auch Abels Einkommensquelle neben der Dealerei – keineswegs vonnöten. Es wäre auch so schon alles schlimm genug gewesen.
Warum die Autorin ihren jungen Leserinnen eine solche »Heldin« vorsetzt, ein Mädchen, das unter Realitätsverlust leidet, sich komplett aufgibt und sich bis zum Ende keinen Millimeter in Richtung Leben bewegt, ist mir ein Rätsel. Liebt wirklich nur, wer alles (alles !!) verzeihen kann? Nichts hat sie gelernt. Gar nichts. Das mag realistisch sein, aber so etwas möchte ich in einem Jugendroman nicht lesen. Vor allem nicht, wenn ein Nebenstrang im Vergleich so dermaßen unrealistisch und gefällig gelöst wird wie hier. Das passt dann einfach nicht zusammen.

FAZIT: Ein spannendes, sprachlich ausgefeiltes Buch, in dem jedoch leider mit fragwürdigen Mitteln gearbeitet wird, um die Kernaussage zu untermauern. Auf jeden Fall nicht die herzzerreissende Liebesgeschichte als die es verkauft wird, sondern vielmehr ein Buch über Menschen mit Problemen, die leider nicht gelöst werden können.


...


Genre: Jugendroman (ab 14) • Verlag: Oetinger (2o11) • ISBN: 9783789142895 • Seiten: 446 • Website der Autorin: www.antonia-michaelis.de
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28 Responses to [Rezension] Michaelis, Antonia – Der Märchenerzähler

  1. Katha sagt:

    Tolle Rezension! Danke :) Und jetzt weiß ich genau, dass ich mir das Buch ruhig sparen kann :)

    (Kann es sein, dass im Zitat oben ein kleiner Tippfehler ist? Also, TaschenTuch statt TaschenBuch?)

    • :: Nina :: sagt:

      Oh Mann! Natürlich sollte da gleich Taschentuch stehen. :oops: Da sieht man mal wieder. Meine Fingen tippen Buch einfach öfter. Und wahrscheinlich lieber. Deswegen meldet mein Gehirn auch keinen Fehler, wenn die Augen Buch lesen. :mrgreen:

      Zum Märchenerzähler an sich: Wenn du nijas Rezension bereits gelesen hast und ihr zustimmst, dann kannst du dir das Buch wirklich sparen. Ich wollte Spoiler in der Rezension vermeiden, deswegen habe ich die Dinge nicht direkt angesprochen, aber ich gebe nija in allen Punkten Recht. Habe ihr – jetzt, wo ich die Rezension lese konnte – auch gleich einen Kommentar hinterlassen.

      • Katha sagt:

        Kann ich verstehen und der Vertipper ist doch mal wirklich toll ;D

        Ja, die Rezension und vor allem den Spoiler von nija hatte ich gelesen und das Buch deswegen bereits abgehakt – sowas würde mich nämlich auch ziemlich ärgern (freundlich ausgedrückt). Und so eine Heldin, wie du es im vorletzten Absatz schreibst, möchte ich wirklich nicht haben, da kann die Sprache noch so toll sein.

  2. Maren sagt:

    Also… wenn eine Rezension damit beginnt, dass das schöne Cover gelobt wird, dann weiß ich schon immer, dass das Buch scheiße war! ;)

  3. Windfänger sagt:

    Schade. Ich hatte ein bisschen gehofft, dass das Buch dir gefällt, denn dann hätte ich es auch gern gelesen. Daher vielen Dank für die Rezension-jetzt weiß ich, dass ich das Geld auch gut für ein anderes Buch ausgeben kann ;)

    • :: Nina :: sagt:

      Ich tu mich ja immer etwas schwer mit schlechten Kritiken, weil ich denke, dass sich jeder seine eigene Meinung bilden soll. Und der Stil ist ja auch wirklich schön, aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr ärgert mich dieses Buch.

  4. Kalliope sagt:

    Krass. Deine Rezension hat mich dazu animiert, auch die Spoiler-behaftete, die in den Kommentaren zu deiner ursprünglichen Ankündigung, dieses Buch nun zu lesen, verlinkte Rezension zu lesen. Bereits deine Rezension klang nicht so, als würde ich dieses Buch noch lesen wollen. Umso neugieriger wurde ich auf den Spoiler, da ich dieses Buch nach soooo vielen überschwänglichen positiven Rezensionen eigentlich als “Muss ich unbedingt lesen” abgespeichert hatte. Nach deiner Enttäuschung wurde ich skeptisch, da sie wohlbegründet hier erschien. Dank des Spoilers die tatsächliche Handlung zu lesen, macht mich schon ohne das Buch gelesen zu haben wütend und ich habe es soeben von meinem Wunschzettel gestrichen. Danke.

    • :: Nina :: sagt:

      Was ich einfach so schlimm finde: Anna ist nichts ohne Abel. Dem wiederum wird alles Übel der Welt auf die Schultern gepackt, damit man in ihm auch bloß das arme Opfer sieht. Viele Leser fanden das schockierend/bewegend. Für mich war es bloß ein billiger Trick, ein offensichtlicher Versuch, den Leser zu manipulieren. Bei der Mehrzahl der Leser hat es allerdings funktioniert…

  5. Kalliope sagt:

    Ich finde das eine sehr gefährliche Sache, gerade (aber nicht nur) Jugendlichen vorzusetzen, dass Liebe so dermaßen bedingungslos sein und am besten auch noch weh tun muss. Mich hat das schon am Hype um die Biss-Romane gestört, dass Bella Edward einfach blind hinterher gerannt ist und eigentlich Edwards Stalking als so riesige Liebe dargestellt wird…
    Und ja, dann hat Abel wohl die Goldene A*schkarte im Leben gezogen. Das rechtfertigt aber nicht, dass er unreflektiert als Märtyrer stirbt und seine Gräueltaten, die in seiner schlimmen Kindheit und Jugend wohl ihren Ursprung aber eben doch nicht ihre Rechtfertigung finden, von einem sich bedingungslos abhängig machenden Mädchen einfach akzeptiert werden… Grrr!

    • :: Nina :: sagt:

      Ich bin nun wirklich kein Moralapostel, aber ich finde es ziemlich erschreckend, wie wenig kritisch die allermeisten dieses Buch lesen. Wohlbemerkt nicht nur junge Mädchen, sondern auch erwachsene Frauen!
      Mir gefällt überhaupt nicht, was in letzer Zeit so als Liebe »vorgelebt« wird und wie schwach und abhängig so manche Romanheldin von ihrem Prinzen ist.
      Nija hatte ihr Missfallen über die Entwicklung der Frauenrolle im Jugendroman hier auch schon angesprochen und ich kann ihre Worte nur unterschreiben.

      • Maren sagt:

        Ehrlich gesagt war das einer der Gründe, warum ich erstmal keine Jugendromane mehr lesen will.

        Ganz schlimm war es bei Twilight, ich hätte nur den Kopf der Heldin gegen die Wand donnern können. Dagegen war alles andere ja harmlos, aber anscheinend ist dieser Trend gut aufgenommen worden.

        • :: Nina :: sagt:

          Die ersten beiden Twilight-Bücher fand ich ja sogar noch ganz niedlich und ein bisschen habe ich auch für Edward geschwärmt. (Ja, ich gestehe.) So ein schmucker, starker Typ an der Seite muss ja nicht verkehrt sein. Solange ein Gleichgewicht zwischen Ihm und Ihr besteht! Das ist bei Bella und Edward ja nun nicht der Fall, deswegen wurde es mir bald auch zu bunt. Im Nachhinein würde ich die Bücher auch viel strenger bewerten.

          Interessant finde ich übrigens, dass es bislang immer übernatürliche Helden waren, die den Mädels den Kopf verdreht haben. Mittlerweile sind es auch »echte« Kerle. Wie z.B. auch in »Ich wünschte, ich könnte dich hassen«. Hauptsache, der Typ ist eigentlich totaaal gefährlich, aber in ihren Händen natürlich Wachs. :roll:

        • New Moon?! Das hatte ich zunächst verdrängt, aber Du hast recht, dieser Absturz Bellas ist völlig irregeleitet. Ich hab’s bei lesen darauf geschoben, dass Frau Meyer Mormonin ist und die sind eben so – Mann weg = Leben wertlos.

          Der Trend geht ganz klar zur Romantisierung von Gewalt gegen Frauen. Die meisten Vampirromanzen fahren auf der Schiene und Sookie Stackhouse z.B. wird pro Roman mindestens 1x so richtig durchgeprügelt, im 3ten Buch sogar brutal vergewaltigt.
          (Was geht im Kopf der Autorin vor???)

          • :: Nina :: sagt:

            Na ja, wer schon mal so richtigen Liebeskummer hatte, der konnte Bella in dieser Situation bestimmt verstehen. ;) Ich fand die Visualisierung der Leere, die sie fühlt, durch die unbeschriebenen Seiten auch eigentlich ziemlich gelungen. Alleine auf diese Szene würde ich mich also gar nicht beziehen wollen, sondern vielmehr auf ihr Verhalten während der ganzen Geschichte.

            Von der Sookie-Stackhouse-Reihe habe ich bislang nur den ersten Teil gelesen. Den fand ich in Ordnung, kann mich aber auch nicht mehr daran erinnern, dass Sookie verprügelt worden wäre. Allerdings kann es im Kampf gegen Untote ja auch mal passieren, dass man auch als Frau eins auf die Mütze bekommt. ;) Eine brutale Vergewaltigung geht mir dann aber doch zu weit. :-/

  6. Maren sagt:

    Bei Twiligt kam noch dazu, dass Frau Meyer generell ein höchst fragwürdiges Frauenbild propagiert: Bella hat ja so gut wie keine eigenen Interessen, Meinungen oder Ziele. In einem Alter, wo man noch so vieles vor sich hat! Die kocht und putzt unaufgefordert für ihren Vater und hat auch ansonsten keine Ansprüche ans Leben – außer von Edward gebissen zu werden. Was soll denn das bitteschön? Ich fand das ganz schlimm und irgendwo auch ein bisschen frauenfeindlich.

    Dass es so viele übernatürliche Helden gibt, hängt glaub ich auch damit zusammen, dass das gerade Mode ist. Ich bin ja lustigerweise inzwischen auch so ein bisschen in die Paranormal Romance Schiene reingerutscht, lese da aber ausschließlich “erwachsene” Bücher. Zumindest bei denen, die ich bisher gelesen habe, waren die Frauen ganz anders konzipiert, nicht so kritiklos. Und selbst da war es teilweise so, dass dann am Ende die Entscheidung kam “Geb ich halt alles auf für ihn!” Aber das sind Frauen, die schon was erlebt haben und die nicht mit 16, 17 beschließen, nur noch für diesen einen tollen Kerl leben zu wollen, der teilweise zum Heilsbringer hochstilisiert wird.

  7. Christine sagt:

    Okay, sehr spannend deine Rezi zu lesen.
    Ich habe gerade selber das Buch beendet und schon vor dem Lesen gesehen, welche Bewertung du abgegeben hattest. Habe dann meine eigene Rezension geschrieben und danach deine gelesen.
    In einigen Punkten muss ich dir zustimmen. Auf mich wirkte Anna etwas naiv. Ich habe immer wieder gemerkt, wie ich ganz verwundert war, wenn im Buch ihr Alter genannt wurde. In meinem Kopf war sie eher so 15 oder 16 Jahre alt.
    Auch die Auflösung der Bootshausgeschichte ist tatsächlich, wenn man drüber nachdenkt, etwas einfach. Beim Lesen ist mir das nicht so negativ aufgefallen, doch jetzt wo du es sagst…
    Trotzdem kommt mir das Buch bei dir zu schlecht weg. :)
    Ja, jeder soll und darf seine eigene Meinung haben, doch auch wenn ich ein Stückchen deiner Kritik teile, habe ich das Buch wirklich gerne gelesen. (Das soll keine Kritik an deiner Kritik sein :D )

    • :: Nina :: sagt:

      Ich habe deine Rezension gerade gelesen und finde, dass man dir deine Unsicherheit, das Buch zu bewerten, deutlich anmerkt. Nur sind für dich die negativen Aspekte scheinbar einfach nicht so schwerwiegend wie für mich. Finde ich auch absolut in Ordnung und ich verstehe deinen Kommentar auch nicht als Kritik.

      Mir kommt das Buch trotzdem insgesamt zu gut weg. Nicht, weil ich anderen Lesern meine persönliche Meinung aufdrücken möchte und dem Buch und der Autorin nicht mehr Herzen/Sterne/whatever gönnen würde. Ich finde einfach, dass das Buch nicht kritisch genug gelesen wird. Zumindest erwecken die überschwänglichen Rezensionen, in denen es nur »Super! Ich habe geweint« heißt, bei mir diesen Eindruck. Mir sind die Mittel der Autorin einfach zu plump. Trotz der feinsinnigen Sprache arbeitet sie zu offensichtlich mit dem Holzhammer und zwingt den Leser dadurch fast schon, Dinge zu akzeptieren, die ich zumindest so nicht akzeptieren möchte. Da kann es dann – schönes Märchen hin oder her – einfach keine bessere Bewertung geben.

  8. Charlousie sagt:

    Gerade eben habe ich NOCH eine Rezension dazu gelesen. Die war auch nicht so überzeugend. Da mich die Autorin aber sowieso noch nie überzeugen konnte, wollte ich es eh nicht lesen! ;) Obwohl der Titel und das Aussehen dieses Mal sehr ansprechend sind…
    Lg!

    • :: Nina :: sagt:

      Ich finde Titel, Aufmachung und auch Klappentext von Die Nacht der gefangenen Träume von Antonia Michaelis auch ziemlich ansprechend, bin mir aber nicht sicher, ob mir die Geschichte nicht zu kindlich ist.
      Ich schließe übrigens auch gar nicht aus, noch mal was von der Autorin zu lesen, aber dann doch eher etwas rein Fantastisches.

  9. Blauraum sagt:

    Wahrscheinlich, schließe ich jetzt aus deiner Rezension, wurde das Buch also so gut bewertet, weil es spannend ist und gut unterhält? (Und dann nach dem Motto: da sind Inhalt und Aussage ja egal)

    Übrigens hätte ich rein äußerlich von dem Buch etwas ganz anderes erwartet, irgendwie so à la Krabat o_o

    • :: Nina :: sagt:

      Spannend ist es. Ob es gut unterhält… Die Mehrzahl der Leser scheinbar schon. Ich selbst fand es eher ärgerlich, weil ich Inhalt und Aussage eben nicht vom Rest trennen kann. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich das machen sollte.

  10. Pingback: [Statistik] Mai 2011 |

  11. Mich animieren schlechte Rezensionen leider immer dazu das Buch zu lesen (es sei denn der Blogger sagt, das Buch war sterbenslangweilig), ich bin da Beratungs-resistent.
    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich dann das schlechte Buch lesen und während des Lesens denken kann: “Ach die Stelle hat Nina gemeint. Ja, stimmt, die ist wirklich total besch*” ;) (Das hab ich von meinem Vater, der schickt mir Bücher nach GB mit der Nachricht; bei dem Buch bin ich fast eingeschlafen, das musst Du auch mal lesen, damit Du Dich davon überzeugen kannst, wie schlecht es ist.)

    Ich bin der festen Überzeugung, dass das Buch völlig irregeleitet vermarktet wird. Aber irgendwie musste der Verlag sich da für eine Seite entscheiden und konnte nur verlieren, als Jugendbuch ist es zu krass und Heyne Hardcore Kunden lesen keine Märchen. Wie soll man das lösen?! :(

    • :: Nina :: sagt:

      Mir geht es ähnlich. Ich will auch immer wissen, ob das Buch wirklich so schlecht war bzw. ich gebe schlechte Bücher sogar weiter, damit ich hoffentlich in meiner negativen Meinung bestätigt werde. Totel dumm eigentlich! Schließlich ist unsere Lebens- und Lesezeit begrenzt. Da sollte man sich wirklich nicht absichtlich mit ollen Büchern abgeben bzw. diese auch noch weitergeben. *schäm*

      Ich weiß nicht, ob das Buch falsch vermarketet wurde. Es wird ja sowohl von Jugendlichen als auch von älteren Lesern gelesen. Und fast alle (egal ob jung oder alt) finden es gut.

  12. maja sagt:

    Ich habe das Buch GELIEBT!! Eines der Besten die ich seit langem gelesen habe. Es muss nicht immer alles gut ausgehen oder politisch oder moralisch korrekt sein. Die Welt ist es auch nicht und dieses Buch , Gott sei dank, auch nicht. Es zeichnet ein wunderschönes poetisches Bild von einer guten und schlechten Welt in der Liebe alles ist, aber eben nicht rational. Die Geschichte ist ein Segen in dem immer gleich ausgehenden langweiligen und farblosen Bücherallerlei. LESEN!!

    • :: Nina :: sagt:

      Wenn es nach mir ginge, dürfte es auch mehr Bücher ohne (scheinbar obligatorisches) Happy End geben. In dem Punkt sind wir uns auf jeden Fall einig. :)
      Was den Rest angeht: Ich persönlich konnte hier leider keine wunderschöne Liebesgeschichte entdecken. Und sämtliches Unglück der Welt auf die Schultern eines Jungen zu packen, damit der Leser ihm seine Verbrechen auch bloß verzeiht, ist für mich leider genau so unrealistisch wie die Adoption am Ende, die ja nun auch rosaroter nicht hätte sein können.
      Lesen? Von mir aus gerne. Aber dann bitte auch ein bisschen kritisch.

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