Eigentlich gibt es die Ich-lese-gerade-Kategorie ja nicht mehr, weil sie von dem praktischen Widget in der Sidebar abgelöst wurde. Für das Shades-of-Grey-Phänomen muss ich jedoch eine Ausnahme machen. Zum einen, weil ich nicht (wie angekündigt) die englische Kindle-Version lese, sondern mir doch das englische Paperback gekauft habe, weil dieses letztlich nur einen Euro teurer war als die digitale Version und sich, im Unterschied zum eBook, im Zweifel weiterverschenken/-veräußern lässt.
Zum anderen: WTF?! Diese Reihe ist tatsächlich in aller Munde. Ich dachte, die Bücher wären nur im Netz/in der Bloggerwelt so gehyped, aber auch im Fernsehen ist die Trilogie regelmäßig Thema und selbst der F. wusste gleich, als ich sagte, dass ich gerade ein pornöses Buch lese, dass es “irgendwas mit Grey” ist. Dabei ist es laut Denis Scheck eigentlich nur “Schrottprosa zwischen zwei Buchdeckeln” oder eben “ein Aschenbrödelp*rno”. Der sich, wie ich gestehen muss, bisher aber sehr zügig liest. Und es gab auf den ersten 30 Seiten auch nur einen Was-ein-Sch*-Moment. Könnte also ok werden.

Bin gestern bei Kapitel 10, oder wie mein Kindle sagt 26 %, angekommen und bislang ist es eine nette, unrealistische Collegeliebesgeschichte mit ein bisschen Blümchensex in 10. Klasse Englisch – bin sehr gespannt ob noch was kommt, das den Hype zumindest ein wenig rechtfertigt – auch wenn Dennis Scheck eigentlich immer Recht hat
Ich bin aktuell auf Seite 80. Es liest sich immer noch flott weg, da die Sprache wirklich ziemlich simpel ist, aber es nervt mich schon ein wenig, dass Ana ständig errötet, auf ihrer Unterlippe kaut und auf ihre Hände starrt. Verstehe aber ohnehin nicht, warum die “Heldin” unbedingt ein zartes Mauerblümchen sein muss.
Ja das Buch ist echt überall. Bei dir habe ich aber Ende Juni zuerst davon gehört. Habe auch gleich angefangen zu lesen und kann nicht mehr aufhören. Bin jetzt fast fertig mit allen drei teilen.
Echt? Hihi, irgendwie schon lustig, dass das Buch gerade echt überall ist, aber dass ich mehr oder weniger “schuld” daran bin, dass du die Bücher liest. Wo ich doch selbst relativ spät von dem Hype erfahren habe.
Ob ich die Folgebände lesen möchte, kann ich jetzt noch nicht sagen. Dafür ist es noch zu früh. Aber wenn dir mein “Tipp” ein paar schöne Lesestunden beschert hat, dann freut mich das sehr! Egal wie ich das Buch am Ende finden werde.
Ich finde es immer lustig, wenn ein Buch wie z.B. Harry Potter oder Twilight oder wie jetzt Shades of Grey von “Leuten vom Fach ” als Schrott tituliert weden, aber von der breiten öffentlichkeit angenommen Werden, zu was Bücher auch hauptsächlich dienen, der Scheiß Unterhaltung! Mich unterhält die Trilogie super. Wenn nur die Sprecherinnen deutlich besser wären… Die deutsche kann das Wort “jacket” nicht aussprechen, die englische muss leider immer ihre Stimme verstellen, z.B. Wenn grey etwas sagt, was sich ziemlich tuntig anhört, leider. Also die Hörbücher sind mMn. Nicht empfehlenswert.
Da ich Hörbücher meist höre, wenn ich unterwegs bin, war klar, dass die Hörbücher für mich diesmal keine Option sind.
Was Leute vom Fach (Wer ist das überhaupt?) sagen, interessiert mich wenig. Ich fand die Aussage einfach nur lustig.
Im Normalfall lese ich auch nur zu Unterhaltungszwecken. Bei ‘Fifty Shades’ ist mein Antrieb aber ein anderer. Immerhin hat das Buch in Amerika angeblich für eine sexuelle Revolution gesorgt. Das finde ich unheimlich spannend, sodass ich das Buch eigentlich mehr mit der Frage im Hinterkopf lese, was Millionen Frauen daran so toll finden können. Und Unterhaltung kann bzw. darf für mich auch ein gewisses Niveau haben.
Aber sagt nicht gerade der Massengeschmack, dass das Buch einfach in seiner Art überzeugt? Meiner Meinung nach ist Massengeschmack unter anderem ein Anzeichen von Qualität. Und wenn “Leute von Fach” also Literaturkritiker in Zeitung und Fernsehen, ihre Nase über gehypte Bücher rümpfen (wie z.B. bei Charlotte Roche), dann ist das für mich ein Anzeichen von 1. Neid (aka sowat kann ich schon lange schreiben) und 2. mangelndem Urteilsvermögen. Denn mMn. können 1 Mio. Menschen nicht irren und auch nicht geschmacksverirrt sein.
Vielleicht trifft es nur irgendeinen Geschmack nicht und das ist auch ok, nur dann würde ich stets sagen, dass ich irgendwas daran nicht verstehe, nicht sehe, nicht wie Denis Scheck schreibt, dass das Buch “Schrottprosa zwischen zwei Buchdeckeln” ist. Das ist zwar seine Meinung, aber kurzsichtig gedacht und töricht.
Sicher trifft das Buch irgendeinen Nerv, aber Massengeschmack ist für mich niemals ein Argument. Es gibt auch etliche Fernsehformate, die die Masse unterhalten, die deswegen aber nicht zwangsläufig gut sein müssen. Und mit gut meine ich jetzt nicht gut im subjektiven Sinne, sondern gemessen an objektiven Maßstäben.
Genau das ist es, was Denis Scheck und Kollegen machen. Es ist ihr Job, Bücher zu bewerten. Nicht nach persönlichem Geschmack, sondern anhand gewisser Punkte wie etwa Sprache, Figurenzeichnung, Plot etc. Dass diese Punkte bei “Fifty Shades” möglicherweise Schrott sind, lässt sich von meiner Seite aus nach 80 Seiten schon vermuten. Das heißt nicht, dass das Buch nicht trotzdem einen Nerv treffen und unterhalten kann, aber Kritikern Neid und mangelndes Urteilsvermögen vorzuwerfen, finde ich ziemlich kurz gedacht und töricht.
Ui da bin ich ja gespannt! Ich werde es wohl eher nicht lesen, ist nicht ganz mein Buchgeschmack… Aber ich freue mich schon wenn ich lesen kann was du darüber denkst!
xxx Anita
Eigentlich fällt das Buch auch nicht in mein Beuteschema, aber wenn Millionen Frauen das Buch derart loben, dann möchte ich einfach wissen, was da dran ist.
Das Buch hatte ich gestern auch in der Hand, habe es dann aber doch wieder zurückgelegt. Bin mal gespannt wie dein Fazit ausfällt.
Ich habe das Buch auch gelesen und mir hat es gefallen. Ich fand auch nicht, dass Ana das verklemmte Mauerblümchen und kuschende Frauchen ist, als das sie immer dargestellt wird. Ich werde auch die nächsten beiden Bände lesen. Und was Dennis Scheck dazu sagt, geht mit gelinde gesagt am Popöchen vorbei.
Denis Schecks Meinung hat sicherlich keinen Einfluss auf mein Leseverhalten, aber dass Ana ein Mauerblümchen ist, lässt sich doch nicht bestreiten, oder? Sie hatte mit 21 noch nie einen Freund, war noch nie ansatzweise betrunken, errötet in jedem zweiten Satz und starrt dauernd auf ihre Finger, weil sie Christian nicht in die Augen gucken kann. Ich sage nicht, dass man in dem Alter (oder in sonst einem Alter) schon zig Partner oder alkoholbedingte Abstürze haben musste, aber eine starke junge Frau sieht für mich anders aus.
Natürlich muss irgendwo Raum für eine Entwicklung bleiben, aber mir gehen beiden Positionen einfach zu sehr ins Extreme.
Am Anfang ist sie sicher das Mauerblümchen. Aber ich fand die Entwicklung, die sie durchmacht, ziemlich bemerkenswert. Ihr wird ja nachgesagt, sie sei ein sich anbiederndes, kuschendes Weibchen, das immer nach Christians Pfeife tanzt. Und das habe ich überhaupt nicht so empfunden.
Ich habe mich jetzt (und nicht zuletzt von Dir
) dazu verleiten lassen mir das Buch zu kaufen. Ich bin/war ziemlich neugierig was da so gehypt wird. Ich bin noch nicht sehr weit mit der Geschichte vorangeschritten, “es zieht mich aber noch nicht vom Hocker”. Ich denke Herr Scheck liegt schon nicht ganz so verkehrt. Aber ich lese weiter, vielleicht packt es mich noch.
Bei Twilight war es ähnlich. Habe den ersten Band aus Neugier gelesen und auch weil die Buchhändlerin meines Vertrauens meinte, das wäre das Beste was sie seit langem gelesen hätte.
Ja, ich habe mich köstlich gelangweilt. Bella ging mir auf die Nerven, aber ich habe tapfer das erste Buch zu Ende gelesen, da ich immer auf Verbesserung gewartet habe. Es wurde aber leider immer schlimmer statt besser.
Die Hypes um “Harry Potter” und “The Hunger Games” hat sich für mich aber gelohnt, denn die Bücher mochte ich sehr und wäre wohl ohne die große Aufmerksamkeit die diese Bücher öffentlich auf sich gezogen haben nicht ganz so schnell auf sie gestoßen.
Ich hoffe also, dass “Shades of Grey” mich noch in seinen Bann ziehen wird.
Potter, Hunger Games oder Twilight hatte ich bereits angefangen, bevor die Bücher auch außerhalb der Blogsphäre so gehyped wurden. Die ersten beiden Twilight-Teile hatten mir sogar richtig gut gefallen. Klar gibt es daran einiges zu meckern, aber irgendwie hat es damals einfach einen Nerv bei mir getroffen. Inzwischen bin ich (vermutlich auch durch die Filme und den ganzen Rummel darum) jedoch eher genervt.
Trotzdem gebe ich jedem Buch – ob gehyped oder nicht – eine Chance, wenn mich die Story interessiert. Zwar habe ich in letzter Zeit feststellen müssen, dass ich einige Bücher, die in der Blogwelt hochgelobt wurden, eher doof fand und davon Abstand genommen, alles, was gut besprochen wird, auch lesen zu müssen, aber generell mache ich mir schon gerne selbst ein Bild.
An “Fifty Shades” reizt mich einfach, dass es ein Genre ist, von dem ich nicht erwartet hätte, dass es solche Wellen schlägt. Es ist ja nicht der erste erotische Roman, der je geschrieben wurde. Fragt sich also, was daran so besonders ist. Und das hoffe ich herauszufinden.
Ich hab bis vor kurzer Zeit auch all diese Hype-Bücher mitgenommen. Bei der Twilight-Reihe bin ich da aber ordentlich reingefallen und jetzt bin ich etwas vorsichtiger. Romane mit unsicheren, schwachen Frauenfiguren mag ich generell nicht, daher bezweifle ich, dass mir dieses Buch gefallen würde.
Dir weiterhin viel Spaß – ich bin gespannt auf Deinen finalen Eindruck.
LG, Katarina
Wenn sich die Figuren entwickeln, finde ich einen schwachen Start okay. Generell mag ich solche Frauenfiguren aber auch nicht (mehr). Ich weiß nicht, ob es an meinem Alter liegt oder ob ich einfach zu vieler solcher Bücher gelesen habe, aber mir wäre es z.B. auch lieber gewesen, wenn Ana und Christian ein bisschen älter gewesen wären. Ich finde es schwer, einen Typen toll zu finden, der jünger ist als ich. Irgendwie kann ich den nicht ernst nehmen.
Außerdem ist es doch ein Roman für Erwachsene. Warum muss die Hauptfigur da eine 21jährige Studentin sein?
Bei mir ist heute für eine Leserunde die deutsche Version angekommen. Gespannt bin ich, mal sehen, wie pornös (geiles Wort, das klau ich Dir mal kurz *gg*) und skandalös das nun wirklich alles ist. Ich mein, ich hab schon öfter erotische Bücher gelesen, da bin ich jetzt echt mal gespannt wie ein Flitzebogen, ob das dieses dicke Dingen mich umhaut, wie alle Welt verkündet…
Ach ja, ich hätt da ein tolles Video, von einer anderen Bloggerin, das ist zum……naja…piepen….
(falls Du das nicht hier haben magst, lösch es bitte)
http://youtu.be/mWbx5toIBbY
Liebe Grüße
Bine
Liebe Sabine, tausend Dank für den Link!
Kossis Video hat mir in der Bahn auf dem Rückweg nach einem sehr anstrengenden Arbeitstag einen ordentlichen Lachanfall beschert.
Wie skandalös das Buch ist, interessiert mich auch sehr. Zwar kenne ich mich mit erotischer Literatur nicht aus, aber ich erwarte, ehrlich gesagt, nichts wirklich Schockierendes. Mal sehen.
Ach, übrigens… Wo findet die Leserunde denn statt? Ich glaube, da würde ich gerne mal reinlesen.
Gell, das Video ist köstlich…
Hier in dem Forum, am 20.07. solls losgesehen, sofern denn alle ihr Exemplar haben:
http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php Ich denke, es sind auch immer wieder Leser gern willkommen
Liebe Grüße
Bine
Ehrlich? Ich hab inzwischen 2-3 Bettszenen hinter mich gebracht und überlege ernsthaft, das Buch abzubrechen. So ein Schwachsinn! Das ist nicht erotisch, sondern regt mich teilweise richtig auf. Vor allem dieser Vertrag! Das kann doch keine Frau unterschreiben wollen. Ein Personal Trainer, damit sie in Form bleibt? Klamotten tragen, die er ihr kauft? Sogar die Mahlzeiten werden vorgeschrieben.
Ich werde gucken, wie weit ich komme. Schließlich möchte ich eine Rezension schreiben und dafür würde ich gerne das komplette Buch gelesen haben. Aber ich weiß echt nicht, ob ich diesen Quatsch noch 350 Seiten aushalte.
Ich würde mich freuen und bestimmt andere Deiner Leser auch
Was den Vertrag angeht: Doch, sowas gibts tatsächlich…
Bis übermorgen halt ichs aber noch aus
Gruß
Bine
Ich kann mir denken, dass es so was gibt, aber es ist mir unbegreiflich, wie man das unterschreiben kann.
Ich lese weiter, aber ein wirkliches Vergnügen ist es nicht.