[Rezension] Bogdan, Isabel – Sachen machen

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wo ich im Netz das erste Mal über Isabel Bogdan stolperte. War es über Ihren Twitter-Account (@isabo_) oder gleich über ihr Blog? Ihren Namen jedenfalls erkannte ich wieder, als den der Übersetzerin von einem der wenigen Kinsella-Romane nämlich, die ich nicht im englischen Original gelesen habe. Keine Ahnung, warum ich mir das gemerkt gemerkt habe. Wahrscheinlich, weil die Übersetzung gut war.
Seit einiger Zeit also lese ich mit großem Spaß ihren Blog und habe dadurch schon vor Erscheinen des Buches mitbekommen, dass Isabel Bogdan in der letzten Zeit Sachen gemacht hat. Sachen, die sie immer schon mal machen wollte, aber dann doch nie machte – bis sie den Auftrag erhielt, alle zwei Wochen für das Onlinemagazin CulturMag eine Sachen-machen-Kolumne abzuliefern.

Und Isabel machte. 43 Mal. Sie ging zur Fischiküre und zum Floating, machte einen Kochkurs, versuchte in einem Plastikball übers Wasser zu gehen, lief auf Siebenmeilenstiefeln durch Hamburg und entdeckte ihre Freude am Rhönradfahren. Unter anderem. Mit einer gehörigen Portion Neugierde und ohne Hemmungen probiert Isabel Bogdan neue Sachen, einige haben Wiederholungspotenzial, andere macht sie zum ersten und letzten Mal. Humorvoll und vor allem ehrlich schildert sie ihre Erlebnisse und hätte sich, wenn es nach mir gegangen wäre, nicht immer ganz so kurz fassen müssen, denn manche Kolumnen enden ein bisschen abrupt. Wahrscheinlich empfinde ich das aber nur so, weil mir das Lesen so großen Spaß gemacht hat und ich gerne länger mit dem Buch verweilt hätte, das – mit Rhönrad-Daumenkino – im Übrigen auch sehr hübsch aufgemacht ist.

FAZIT: 224 pure Lebensfreude, die ansteckt und Lust macht. Lust aufs Sachen selber machen. Ach und, die Bürgerinitiative für mehr Rutschen außerhalb von Spielplätzen würde ich sofort unterstützen.

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Genre: Humor/Sachbuch/Leben • Verlag: rororo (2012) • ISBN: 9783499628184 • Seiten: 224

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Feedback zum Buch

    • Es lohnt sich! Eigentlich wollte ich es etappenweise lesen, aber dann habe ich es doch in 2 Tagen verschlungen. Und ganz viele Ideen mitgenommen.

  2. Pure Lebensfreude die ansteckt ist gerade genau das Richtige. Jetzt, wo der Sommer noch auf sich warten lässt und sich nur zwischendurch ein bisschen zeigt. Danke für diesen tollen Tipp!

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