
So schnell kann’s gehen. In den letzten Tagen hat Felicitas Pommerening auf einigen tollen Blogs halt gemacht und sich und ihr Debüt Weiblich, jung, flexibel vorgestellt. Und nun ist sie auch schon hier angelangt, auf der letzten Station, und lüftet das Geheimnis um die Garnele auf ihrer Website, die der eine oder andere vielleicht schon entdeckt hat.
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Warum ist auf meiner Website, die ja meinen Schreibtisch abbilden soll, eine Garnele?
Ich finde es fast ein bisschen schade, das zu verraten. Eigentlich ist es schön, wenn jeder sich seine eigenen Gedanken dazu macht und sich fragt, warum da, neben den typischen Arbeitsgegenständen, ein Shrimp liegt. Aber gut: Hier ist die Wahrheit.
Der Designer meiner Website, Felix Groß, hat sich größtenteils selbst ausgedacht, welche Gegenstände er auf dem Millimeterpapier, also meiner angeblichen Schreibunterlage, positioniert. Wir telefonierten gerade über einen schon recht fortgeschrittenen Entwurf, als er mich fragte: „Was steht denn noch so auf deinem Schreibtisch? Irgendetwas persönliches, was ich abbilden kann?“
Ich sah auf die Arbeitsfläche meines alten Sekretärs. Da stand mein Laptop… und damit ist der Platz auch schon ziemlich ausgefüllt.
„Nö“, sagte ich also.
„Gar nichts?“
Ich lehnte mich zurück: Gut, die Arbeitsfläche des Sekretärs ist klein, aber dafür gibt es viele kleine Fächer im Aufbau darüber. Ich guckte mir meinen Kram an: Notizbücher, Briefmarken, Umschläge, USB-Sticks, ein Familienfoto…
„Nichts spezielles….“, sagte ich weiter. Und dann „Oh! Ein Schnuller!“ Oben auf meinem Sekretär liegt der erste Schnuller meiner Tochter.
„Hm“, sagte Felix.
„Nee, den nehmen wir nicht drauf“, sagte ich. Das würde die Leute sicher irritieren, dachte ich. Dann denken sie, es geht im Buch um Babys…
„Naja, ich überleg mir was“, sagte Felix.
Und eine paar Minuten später kam eine Mail: „Vielleicht etwas surreales?“ Im Anhang war ein neuer Entwurf der Website: mit einer Garnele. Ich musste laut lachen und fand es sofort super. Und die Garnele blieb. Wahrscheinlich hatte Felix das gar nicht als ernsthaften Vorschlag gemeint, nur als Gag.
Wenn ich mir jetzt die Garnele angucke, muss ich oft an den Film „Forrest Gump“ denken. Dort gibt es eine Episode, in der Forrest Shrimp-Captain wird. Erst sagen alle, er sei verrückt. Aber dann ist er erfolgreich – weil er zur rechten Zeit am rechten Ort ist und großes Glück hat. Ich finde, die Geschichte kann man sehr leicht auch auf andere Arbeitssituationen übertragen. Generell fragt der Film ja: Sind wir selbst Herr unseres Schicksals oder passiert alles nur ganz zufällig, ohne dass wir etwas dran ändern können? Das passt meiner Meinung nach sehr gut zu „Weiblich, jung, flexibel“. Also: Die Garnele war zwar eigentlich nur ein Gag, aber sie kann auch hochphilosophische Gedanken anregen!
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Felicitas Pommerening, geb. 1982, lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Mainz. Nach dem Studium hat sie jährlich den Job und den Wohnort gewechselt, bis sie keine Lust mehr hatte. 2011 hat sie ihre medienwissenschaftliche Doktorarbeit abgeschlossen. Und sie schrieb ein Buch.
Wer darauf neugierig geworden ist, postet einfach bis zum 14.08. (23:59 Uhr) einen Kommentar unter diesem Beitrag und mit ein wenig Glück seht ihr kurz darauf in einem Video, wie Felicitas Pommerening euren Namen aus dem Lostopf zieht. Ich drücke allen Teilnehmern die Daumen! Der Rechtsweg ist, wie immer, ausgeschlossen.

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Hallo,
da ich mich gerade in der selben Lebensphase befinde, interessiert mich das Buch umheimlich und ich würde mich freuen es lesen zu dürfen.
LG
JIota
Das hört sich interessant an. Da ich gerade auf dem Weg zu weiblich, nicht mehr ganz so jung und aufgrund anstehenden Nachwuchses vielleicht auch nicht mehr ganz so flexibel bin, mich aber noch gut an die Zeit nach dem Studium erinnern kann bzw. auch noch ein wenig darin stecke, würde mich das Buch sehr interessieren
Liebe Grüße von der Astrid
Hallo Astrid!
Och das macht gar nichts: Ich bin ja jetzt auch schon eine Phase weiter – also über den Berufseinstieg hinaus und dafür jetzt Mutter… ich finde, da passt das Buch trotzdem ganz gut. Denn gerade wenn man so sein erstes Kind bekommt, bedeutet das ja meistens auch, dass man sich beruflich neu orientieren muss oder sich zumindet so einiges fragt:
Wie wichtig ist die Arbeit? Gibt es vielleicht etwas mit familienfreindlicheren Arbeitszeiten? Wieviel Geld brauchen wir?
… Und das ist ja genau, was die Figuren im Buch sich auch fragen, unabhängig von Kindern.
Ich habe auch mal für ein Netzwerk berufstätiger Mütter gelesen und das hat sehr schön gepasst, wir haben an dem Abend ganz viel diskutiert. (Das kann man auch in einem anderen Beitrag meiner Blogtour nachlesen: http://scherbenmond.blogspot.de/2012/08/blogtour-felicitas-pommerening-zu-gast.html).
Überhaupt denke ich: Das Infragestellen des eigenen Jobs hört irgendwie nicht einfach dadurch auf, dass wir älter werden. Auch meine Freunde, die jetzt schon 5, 6, oder mehr Jahre berufstätig sind, überlegen, was sie denn sonst noch machen könnten und wie sie sich nochmal in eine andere Richtung entwickeln könnten…
Ich bin gespannt, wie das weitergeht. Ob wir noch mit 60 auf der Suche sein werden?
Viele Grüße (und alles Gute für dich!!!),
Felicitas
Ich stelle eigentlich grundsätzlich ziemlich viel in Frage
Da ist mein Job keine Ausnahme. Ich befinde mich im moment zwischen Studium und Beruf und habe eine Promotion eingeschoben, daher denke ich viel darüber nach, wie es weitergeht und ob ich die richtige Entscheidung gefällt habe, ich finde es wichtig immer wieder zu reflektieren wo ich bin und wo ich hin will und bin schon jetzt gespannt, wo mich mein Weg in den nächsten Jahren hinführen wird
Also… das hat mich doch jetzt direkt so inspiriert, dass ich auf jetzt.de einen kleinen Beitrag dazu geschrieben habe
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/552936
… meine Promotion habe ich auch oft in Frage gestellt. Alle Leute haben immer gesagt: “Das bringt dir auf jeden Fall was.”… aber ich eigentlich habe die Doktorarbeit nur zum Spaß geschrieben und in den Phasen, in denen sie keinen Spaß gemacht hat, hätte ich am liebsten hingeworfen. Aber dann dachte ich immer: Jetzt hast du schon so viel Arbeit reingesteckt…
Naja. Jetzt habe ich sie ja hinter mit… bisher kann ich ehrlich nicht sagen, dass es mir etwas gebracht hätte.
(Ich habe allerdings in der Filmwissenschaft promoviert, das ist auch recht brotlos. Wenn du in einem anderen Fach promovierst, machst du sicher ganz andere Erfarhungen damit.)
Viele Grüße nochmal,
Felicitas
Ich bin erst durch diesen Eintrag auf Felicitas Pommerening und ihre Blogtour aufmerksam geworden. Da sie einen so unglaublich sympathischen Eindruck gemacht hat (und ich mir die Garnele unbedingt anschauen wollte) habe ich natürlich auch gleich ihre Homepage besucht. Nun bin ich wirklich neugierig auf das Buch und würde mich freuen, wenn sie meinen Namen aus dem Lostopf ziehen würde!
Liebe Grüße
Lara
Ich bin natürlich gleich mal auf die Webseite, um die Garnele anzuschauen und die fällt da schon gleich auf. Die Geschichte dazu ist wirklich witzig. Das Buch selbst klingt auch sehr interessant und da ich selbst gerade in der Situation bin, mir solangsam zu überlegen, was ich nach der Schule machen möchte, würde ich es auch sehr gerne lesen.
Ich muss ja zugeben, dass ich Felicitas Pommerening vor diesem Eintrag gar nicht kannte und doch fand ich das Thema, über das sie in ihrem Buch schreibt, sehr interessant und sofort ansprechend – gerade weil ich im Moment dabei bin mir so langsam über meine Zukunft Gedanken zu machen. Vielleicht könnte es mir ja helfen, mir ein wenig klarer darüber zu werden, was ich will & wie ich es erreichen kann. Deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn mein Name auf dem Los stehen würde, dass aus dem Topf gezogen wird
Eine sehr interessante Blogtour! Das Buch spricht mich sehr an, da ich ebenfalls in einer ähnlichen Phase bin: was tue ich nach meiner Ausbildung? Ich überlege schon seit meinem Schulabschluss wie denn mein Leben so verlaufen soll, was ich machen will und meine Ausbildung macht mir auch sehr viel Spaß. Aber was dann? Leider kann ich von dem Gehalt meines Ausbildungsberufs kaum auf eigenen Füßen stehen und muss mich neu orientieren, was ich danach machen möchte. Das Buch würde ich sehr gern gewinnen, denn es interessiert mich ungemein wie die beiden Hauptcharaktere das geschafft haben!
Es ist ein sehr interessantes Thema, dass Felicitas Pommerening in ihrem Buch
aufgegriffen hat! Die Fragen, die sich den beiden Protagonistinnen aufwerfen, sind
gerade die, die sich im Moment auch vielen aus meinem Umfeld – einschließlich mir –
stellen. Soll man in den ersten Jahren nach dem Studium weniger arbeiten und das Leben
drumherum genießen oder soll man gerade in den ersten Jahren als Berufeinsteigerin mehr
Zeit und Kraft in seine berufliches Leben investieren? Und wie sieht die ganze Sache aus,
wenn man diese Entscheidungen nicht alleine für sich fällen kann, weil man eine eigene Familie
hat?
Ich würde mich sehr über das Buch freuen!
Übrigens, finde ich die Homepage der Autorin sehr gelungen.
Viele Grüße!
Ich habe zwar schon von dem Buch gehört, mich aber bis eben (Bin auf ein paar Blogs gesurft) nicht weiter damit beschäftigt. Es klingt wirklich sehr interessant. Ich habe vor ein paar Jahren mein Studium beendet und bin seither im Job recht erfolgreich, habe ihn aber noch nicht gewechselt, obwohl ich vor kurzem die Möglichkeit dazu hatte (war echt ein super Angebot). Ich habe ein kleine Tochter. Der Spagat zwischen Familie und Karriere fällt daher manchmal etwas schwer. Aber im großen und Ganzen, bin ich sehr zufrieden =)
Ich bin leider erst über das Video bei facebook gestolpert, aber ich finde es sehr spannend in den verschiedenen Blogs zu lesen.
Nun bin ich hier gelandet und kann sagen. Ich bin auch weiblich, relativ jung und leider nicht mehr ganz so flexibel wie ich es gerne wäre (ist halt so mit Kindern und nem Mann der spät heim kommt!), aber ich glaube ich schaffe es mit der Flexibilität so gut wie es eben geht. Dann lass ich eben den Haushalt liegen und mach was mit den Zwergen oder treff mich spontan mit ner Freundin zum Kaffe trinken. Ich gehe seit Mitte Mai wieder arbeiten und es ist nun mit Kindern eine ganz neue Erfahrung. Was heisst das nun für den Rest der Familie wenn Mama arbeitet … bleibt auch für mich Freizeit. Ich höre in den letzten Wochen von meinen Freundinnen und auch Bekannten: “Mensch, du bist so tiefenentspannt und du machst so viele neue Sachen … wie machst du das?” Tja und was soll ich sagen … 1. In der Ruhe liegt die Kraft 2. Leben und leben lassen und 3. Ich bin die Prinzessin! ;o)
Liebe Grüße
Andrea / kazze