
Ferienzeit = Abenteuerzeit. Um Larissas Eltern aus den Fängen der Schatten zu befreien, machen sich Arthur und Larissa auf die Suche nach dem Buch der Leere, dem mächtigsten Buch der Vergessenen Bücher, das die Macht besitzt, die Schatten für immer zu vernichten. Ihr Weg führt sie zunächst nach Edinburgh, wo ein Ausflug in die Unterwelt nicht nur bei den beiden Hauptfiguren für heftiges Herzklopfen sorgt. Vom trüben Schottland geht es in die Wüste. In der Stadt ohne Namen soll das Abenteuer der beiden ein Ende finden…
Wie bereits in den beiden Vorgängern gelingt es Gerd Ruebenstrunk auch diesmal wieder, seiner Geschichte nicht nur ordentlich Tempo zu verpassen, sondern sie auch mit zahlreichen interessanten Informationen über die Schauplätze zu spicken, die der Leser gemeinsam mit Larissa und Arthur besucht. So fällt es nicht nur leicht, sich die Orte vorzustellen, sondern man erhält auch einen lebhaften Einblick in die Geschichte und die Kultur der Städte und Länder.
Doch so spannend und interessant sich die Geschichte auch liest, am Ende konnte mich Gerd Ruebenstrunk trotzdem nicht restlos überzeugen. Zwar haben sich Arthur und Larissa inzwischen zu jungen Erwachsenen entwickelt und hinterfragen ganz zaghaft auch ihre Gefühle füreinander, wirklich greifbar waren ihre Charaktere für mich allerdings nicht. Larissa ist oftmals sehr spröde. In mehr als einer Situation hätte ich mir gewünscht, dass Gerd Ruebenstrunk ihren Emotionen mehr Raum lässt.
Und auch mit Arthur konnte ich mich über die gesamten drei Teile hinweg nur bedingt anfreunden, da seine Erzählstimme für mich nicht wie die eines 16jährigen Teenagers klingt, sondern so, wie sich ein in den 50er Jahren geborener Autor einen 16Jährigen eben vorstellt. Smartphones und Tablet-PCs sollen der Geschichte einen modernen Touch verleihen, so ganz passt diese neumodische Technik für mich aber nicht in die Geschichte, die sonst nicht zu 100% realistisch und daher eher wie ein zeitloser Abenteuerroman daherkommt.
FAZIT: Auch wenn die große Begeisterung ausblieb, habe ich Arthur und Larissa bis zuletzt gerne begleitet. Trotz der vielen heiklen Situationen, in die sie geraten, wirkt ihre Geschichte so herrlich harmlos und unschuldig. Wer also eine schöne Kinderbuchreihe sucht und sich nicht daran stört, dass manche Dinge einfach als gegeben vorausgesetzt werden, wird an der Arthur-Trilogie, die in dem letzten Band ein gelungenes Ende findet, sicher seine Freude haben.
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Genre: Kinder-/Jugendbuch (Abenteuer)
Verlag: arsEdition (2011)
ISBN: 978-3760764535
Seiten: 448
Teil 1: Arthur und die Vergessenen Bücher / Teil 2: Arthur und die Botschafter der Schatten
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