
Schon in seiner Kindheit war das Cinéma Paradis Alains liebster Rückzugsort. Stundenlang konnte er seine Helden auf der Leinwand bewundern und sich in alten Zeiten verlieren. Nie hätte er damit gerechnet, dass er das kleine Programmkino eines Tages von seinem Onkel erben würde, dass kurz darauf ein berühmter Hollywood-Regisseur an seine Tür klopft und das Kino zum Schauplatz eines Blockbusters machen möchte und dass er in der Frau im roten Mantel, die jeden Mittwoch in Reihe 17 sitzt, die Liebe seines Lebens finden wird. Am allerwenigstens aber hätte er geglaubt, dass genau diese Frau, mit der er sich nach einem romantischen Rendezvous für den nächsten Mittwoch verabredet, plötzlich wie vom Erdboden verschwunden ist. Warum sonst könnte er sonst versäumt haben, sich ihre Telefonnummer geben zu lassen?
Das fragt sich auch Alains bester Freund, der dem hoffnungslosen Romantiker regelmäßig den Kopf wäscht und damit ein bisschen Humor in die ansonsten sehr süßliche Geschichte bringt. Ein bisschen Drama, hier und da ein kleiner Zufall und viel Liebe Liebe Liebe. Das sind die Zutaten für diese gemütliche Geschichte, die nicht selten arg ins Kitschige abdriftet. Etwa wenn ein Liebesbrief mit den Worten “in zärtlicher Erwartung” endet und nach dem ersten Kuss von der großen Liebe gesprochen wird.
So war das Hörbuch für mich dann auch ein bisschen wie ein großes Stück Sahnetorte. Mit seinem wunderbaren französischen Flair und dem wie immer großartigen Vortrag von Andreas Fröhlich der pure Genuss – bis ich irgendwann übersättigt war.
FAZIT: Eine feine kleine Geschichte für behagliche Hörstunden, bei der weniger am Ende mehr gewesen wäre.
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Genre: Liebe/Romantik
Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH (2012)
ISBN: 978-3869521350
Laufzeit: 5 Std. 58 min. || gesprochen von Andreas Fröhlich
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Ich finde, mit “Sahnetorte” hast du es ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Ab und zu braucht man ein Stück davon, aber dann ist auch wieder gut. Barreau wird es auf jeden Fall nicht in den Kreis meiner liebsten Autoren schaffen….
liebe Grüße, Cara
Kurioserweise würde ich das auch behaupten – und habe in der letzten Zeit trotzdem ganze drei Bücher von ihm gelesen. Das erste fand ich noch super, das zweite war ein wenig enttäuschend, das dritte dann wieder besser, aber insgesamt eben auch nur noch okay.
Ich mag dieses französischen Flair total gerne und irgendwie sind die Bücher so schön gemütlich. Eigentlich genau das richtige für die dunkle Jahreszeit jetzt. Wenn Barreau nicht immer so sehr übertreiben würde…
Ich weiß nicht, ob das Ganze gesprochen und vorgelesen besser ist als gedruckt, aber: Dieses Buch war mit Abstand das langweiligste und einfallsloseste, das ich seit Monaten gelesen habe. Erstaunlich, wie viel plattes Klischee zwischen zwei Buchdeckel passt.
Ja, stimmt schon.
Aber manchmal bin ich in der Laune für genau solche Bücher. Es ist aber gut möglich, dass die Geschichte als Hörbuch noch ein bisschen ansprechender ist. Andreas Fröhlich macht seine Sache auf jeden Fall gewohnt gut. Das wertet das Ganze bestimmt ein wenig auf.