Archive for the ‘Buchhandelsanekdoten’ Category

Manchmal frage ich mich…

Dienstag, August 31st, 2010

ob die Leute denken, dass ich sie vielleicht einfach anlüge.

Kundin: »Hier auf dem Babyalbum steht kein Preis drauf! Was kostet das?«
Ich (zeige auf das gut sichtbare Preisschild): »Der Preis steht hier unten. Sehen Sie? Schräg neben dem Barcode. Ziemlich klein gedruckt. Das kann man schon mal übersehen.«
Kundin (mit großen Augen): »Wie? Das da? Das ist doch nicht der Preis!«
Ich: »Doch doch. 19,95 €. Der Hersteller macht das halt so.«
Kundin (schon etwas lauter): »Das ist nicht der Preis. Da steht kein Punkt und kein Eurozeichen!«
Ich: »Wie gesagt, dieser Hersteller druckt den Preis immer so auf.«
Kundin: »Ach was, das ist eine Jahreszahl!«
Ich: »Dann haben wir das Album also seit 15 Jahren hier liegen?«
Kundin (empört): »Keine Ahnung. Aber DAS ist NICHT der Preis!«

Später hat sie »das Buch mit dem komischen Preis hier« dann allerdings doch gekauft. Für - wer hätte das gedacht?! - 19,95 €.

Es sei denn, die Kasse hat auch gelogen. :roll:

Neues Genre: Bücher für alte Leute

Freitag, August 27th, 2010
»Haben Sie auch Bücher für alte Leute?«
»Was genau meinen Sie denn? Ratgeber für Senioren? Oder doch eher Romane im Großdruck vielleicht?«
»Na, Bücher für Rentner eben. Sowas muss es doch geben. Es gibt doch auch total viele Kinderbücher. Da muss es doch auch Bücher für alte Leute geben. Halt was, das alte Leute lesen können.«

Dass man im höheren Alter vielleicht nicht gerade 1-Kilo-Wälzer in Mininmalsschriftgröße lesen möchte, kann ich ohne Weiteres nachvollziehen. Weswegen man sich allerdings nicht die Mühe macht, die ältere Dame/den älteren Herrn zu fragen, was sie/ihn denn thematisch interessieren könnte, verstehe ich nicht.

Vor einiger Zeit…

Mittwoch, August 25th, 2010

machte eine Kundin aus der »Traumnovelle« von Arthur Schnitzler eine Telenovela. Heute wurde nach dem Buch »Traum von Novela« gesucht. (»Hat mein Kind so aufgeschrieben. Dann hat der Lehrer das wohl gesagt.«)

Fragt sich, was schlimmer ist.

Merkwürdige Merkhilfe

Donnerstag, August 19th, 2010

»Zum Glück kann man sich sowas aufbewahren«, sagt sie und hält mir das vergilbte, rausgerissene Vorsatzpapier eines Buches unter die Nase. »Dann weiß ich immer, was ich schon gelesen habe und was nicht. Steht ja immer der Titel drauf.«

Im Prinzip richtig. Aber der Titel hat bestimmt auch nichts dagegen, wenn man ihn einfach abschreibt.

Warum werden so viele Menschen…

Freitag, August 13th, 2010

eigentlich lieber patzig, als dass sie zugeben, dass sie sich einfach vertan haben?

Kundin: »Ich möchte gerne Bücher bestellen aus der Reihe ‘Die zwei Fragezeichen-Kids. Band 15 und 16.«
Ich (zweifelnd): »Zwei Fragezeichen?«
Kundin (voller Überzeugung): »Ja, zwei.«
Ich (zweifelnd): »Ich kenne nur ‘Die drei Fragezeichen-Kids’. Aber gucken wir doch einfach mal im System nach, was es da noch so gibt.«
Kundin (genervt): »Das heißt ‘Die zwei Fragezeichen-Kids’.«
Ich: »Okay. Schauen wir mal… Sind das hier die beiden Bücher, die Sie suchen?«
Kundin: »Ja, genau die.«
Ich: »Bestelle ich Ihnen gerne. Die Reihe heißt allerdings - wie gesagt - ‘Die drei Fragezeichen-Kids’.«
Kundin (empört): »Und? Das sag ich doch die ganze Zeit. Hören Sie mir nicht zu?«

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Und am Ende überzeugte ihre Begleitung sie…

Mittwoch, August 11th, 2010

auch noch davon, dass sie sowas doch gar nicht brauchen würde.

Hallo! Ich suche einen Atlas. Aber der muss aktuell sein. Die neuen Bundesländer, also Jugoslawien und so, die müssen da schon drin sein.

Keine Leuchte? Trotzdem lächeln!

Freitag, August 6th, 2010

Zugegeben, man kann die Titel von Nicholas Sparks schon mal durcheinander bringen. Und »Das Leuchten der Sterne« klingt ja auch viel logischer als »Das Lächeln der Sterne«. Oder eben »Das Leuchten der Stille«.

Aber darauf zu bestehen, das Buch unter genau dem Titel bei amazon gesehen zu haben und schimpfend den Laden zu verlassen, obwohl einem die beiden Bücher sogar gezeigt wurden… Das muss doch nicht, oder?

Nachhilfe gesucht?

Mittwoch, August 4th, 2010

Letztens am Telefon.

Sie: »Hallo! Ich wollte fragen, ob Sie noch jemanden zur Nachhilfe suchen?«
Ich: »Nachhilfe?«
Sie: »Ja, ob Sie einen Nachhilfejob haben«?
Ich: »Also, ich brauche weder Nachhilfe noch möchte ich welche geb… Ach soo! Sie meinen, ob wir einen Aushilfsjob für Sie haben. Nein, tut mir leid!«

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